Menu
Language
  • English
  • Español
  • Français
  • 中文 (繁体字)
  • 한국어
  • 中文 (簡体字)
  • 日本語
  • ไทย
  • Tiếng Việt
  • Bahasa Indonesia

Naruto Kintoki (なると金時)

naruto kintoki

Im Herbst begegnet Käuferinnen und Käufern in ganz Kansai auf den Schildern der Gemüseauslagen vermutlich immer wieder ein Name aus Tokushima: Naruto Kintoki. Diese Naruto-Kintoki-Süßkartoffel stammt von sandigen Feldern in der Präfektur Tokushima auf der Insel Shikoku. Röstet man sie langsam, öffnet sich die japanische Süßkartoffel zu goldenem Fruchtfleisch mit kastanienartiger, lockerer Textur.

Was kauft man also genau, wenn auf dem Etikett Naruto Kintoki steht? Dieser Ratgeber klärt zuerst diese Frage, denn die Antwort überrascht viele Leser. Danach geht es um Geschmack, Saison, Lagerung und ein einfaches Backofenrezept. Die meisten Angaben stammen aus dem japanischen Markenregister, aus Berichten der Forschungseinrichtungen in Tokushima und aus begutachteten Fachartikeln, nicht aus Werbetexten.

目次

Was ist Naruto Kintoki?

Naruto Kintoki (なると金時) ist eine regionale Marke für japanische Süßkartoffeln aus dem Nordosten von Tokushima. Die Bauern erzeugen sie in den sandigen Anbaugebieten der Stadt Naruto, der Stadt Tokushima und des Landkreises Itano, die von der Marke abgedeckt werden. Die Knollen stammen von Kokei Nr. 14 (高系14号) ab, einer Sorte aus der benachbarten Präfektur Kochi, die in diesem Artikel mit Kokei 14 abgekürzt wird. Kurz gesagt: Der Name verrät, wo und wie die Süßkartoffel gewachsen ist, nicht, dass es sich um eine neue Sorte handelt.

Kurzinfos: Naruto Kintoki

Japanischer Name
なると金時 (eingetragene Schreibweise). Viele Geschäfte schreiben 鳴門金時.
Typ
Regionale Marke für Satsumaimo (Ipomoea batatas)
Genetische Grundlage
Ausgewählte Linien der Sorte Kokei Nr. 14
Markengebiet
Stadt Naruto, Stadt Tokushima und Landkreis Itano, Tokushima
Rechtlicher Status
Regionale Kollektivmarke Nr. 5043110, eingetragen am 20. April 2007
Schale und Fruchtfleisch
Rotkarminrote Schale, cremefarbenes Fruchtfleisch, das sich beim Garen goldgelb färbt
Textur
Trocken, locker und kastanienartig (hokuhoku)
Saison
Geerntet hauptsächlich von Spätsommer bis Herbst; durch die Lagerung reicht der Versand weit über die Erntezeit hinaus
Beste Verwendung
Rösten, Tempura, Daigaku Imo und japanische Süßigkeiten

Eine regionale Süßkartoffelmarke aus Tokushima

Tokushima liegt am östlichen Rand von Shikoku, gegenüber der Insel Awaji auf der anderen Seite der Meerenge von Naruto. In seiner nordöstlichen Ecke nahe der Mündung des Yoshino-Flusses liegen breite Streifen sandigen Ackerlands. Diese Felder an der Küste und im Delta bilden das Kerngebiet der Erzeugung von Naruto Kintoki.

JA Zen-Noh Tokushima, die Präfekturvertretung des japanischen Landwirtschaftsgenossenschaftsverbands, nennt vier Hauptgebiete. Das sind die Stadt Naruto, die Stadt Tokushima, Matsushige und Kitajima. Vier örtliche Landwirtschaftsgenossenschaften wickeln den Versand ab. Die Organisation gibt außerdem an, dass Tokushima 2024 bei der Süßkartoffelernte in Japan den fünften Platz belegte.

Ist Naruto Kintoki eine Sorte oder eine Marke?

Diese Frage bringt die meisten Leser ins Stolpern, deshalb klären wir sie gleich zu Beginn. Naruto Kintoki ist keine eigens gezüchtete Sorte, auch wenn viele Websites es so darstellen. Ein Züchtungsbericht der NARO von 2017 erklärt, wie Anbauer in jedem Erzeugungsgebiet abgeleitete Linien von Kokei 14 auswählten. Anschließend gaben sie diesen einen Markennamen, so auch bei Naruto Kintoki. Die Japan Root and Tuber Crops Development Association ergänzt einen verwandten Punkt: Viele lokale Namen für Kokei 14 gehen auf Knospenmutationen zurück, die sich in der Schalenfarbe unterscheiden. Mit anderen Worten: Die Anbauer wählten besondere Mutationen und Linien innerhalb von Kokei 14 aus, anstatt durch eine Kreuzung eine neue Sorte zu schaffen.

Im Handel machen drei Dinge ein Produkt zu Naruto Kintoki. Das sind die Abstammung von Kokei 14, die Erzeugung im markengeschützten Gebiet von Tokushima und die autorisierte Nutzung der regionalen Marke. Kokei 14 aus Kochi oder Kagoshima kann einige Merkmale teilen, fällt aber nicht unter die eingetragene Produktbezeichnung なると金時.

Eine einfache Eselsbrücke für die Namen

  • Kokei Nr. 14 (Kokei 14)Die Sorte, 1945 in Kochi benannt
  • Naruto KintokiDie regionale Marke für ausgewählte Kokei-14-Linien aus der Region Tokushima
  • Satomusume und andereLokale Genossenschaftsetiketten innerhalb der Marke Naruto Kintoki

Die Bedeutung des Namens „Naruto Kintoki“

Naruto bezieht sich auf das Erzeugungsgebiet rund um die Stadt Naruto und ihre Meerenge, die für ihre Gezeitenstrudel berühmt ist. Der genaue Grund, warum das Wort Kintoki gewählt wurde, ist in keiner zeitgenössischen Namensaufzeichnung belegt. In japanischen Speisenamen wird kintoki allerdings häufig mit rot gefärbten Bohnen, Gemüsen und Süßkartoffeln in Verbindung gebracht, etwa mit Gorōjima Kintoki aus Ishikawa. Manche heutigen Händler bringen den Namen stattdessen mit dem goldenen Fruchtfleisch der gegarten Süßkartoffel in Verbindung.

Auch die Schreibweise sorgt für Verwirrung. Die eingetragene Marke mischt Hiragana und Kanji: なると金時. Geschäfte und Speisekarten schreiben dagegen oft ganz in Kanji 鳴門金時. Beide Schreibweisen meinen dennoch dieselbe Süßkartoffel.

Wo wird Naruto Kintoki angebaut?

Wo Naruto Kintoki wächst: Markengebiet, sandige Felder, Meersand (teire-zuna), Sandmischung und Klima

Stadt Naruto, Stadt Tokushima und Landkreis Itano

Die Marke umfasst Kintoki-Süßkartoffeln aus nur drei Gebieten: der Stadt Naruto, der Stadt Tokushima und dem Landkreis Itano. Eine Süßkartoffel, die außerhalb dieses Gebiets wächst, fällt daher nicht unter die eingetragene Produktbezeichnung. Innerhalb von Naruto selbst nennt der örtliche Tourismusverband Satoura, Ōtsu und die Insel Ōge als wichtigste Bezirke.

Auch auf der anderen Flussseite bewirtschaften Bauern in Matsushige und Kitajima ähnlichen Boden. Eine Agrarwetterstudie von 1976 verortete Matsushige auf einem Delta zwischen dem alten und dem neuen Yoshino-Fluss. Deshalb ist der Boden dort durchgehend sandig.

Wie der sandige Küstenboden die Süßkartoffel prägt

Sand ist hier der Kern der Geschichte. 1999 zählte die Landwirtschaftliche Versuchsanstalt der Präfektur Tokushima rund 1.100 Hektar Sandfelder mit Schwerpunkt in Naruto. Die Bauern bauten dort im Sommer Süßkartoffeln und im Winter Daikon-Rettich an. Alle drei bis fünf Jahre verteilten sie zudem frischen groben Meersand auf jedem Feld. Vor Ort heißt dieses Verfahren teire-zuna, etwa „Pflegesand“.

Die Forscher testeten anschließend verschiedene Sandmischungen. Am besten bewährte sich schließlich eine Mischung aus etwa 35 Prozent feinen Partikeln und 65 Prozent mittleren Körnern. Diese Mischung stabilisierte die Erträge und sorgte außerdem für glattere Schalen, kleinere Poren und rundere Spitzen. Eine Arbeit derselben Forscher aus dem Jahr 2002 griff das Thema später in einer nationalen bodenkundlichen Fachzeitschrift erneut auf.

Und wie steht es um die berühmten Meeresmineralien? Die Markenbeschreibung besagt, dass die Pflanze Mineralien aus dem Meerwasser aufnimmt. Diese Erklärung ist Teil der offiziellen regionalen Beschreibung. Die zitierten Bodenstudien haben jedoch Ertrag und Aussehen gemessen. Für sich genommen belegen sie nicht, dass aus dem Meerwasser stammende Mineralien Süße oder Geschmack steigern.

Klima und Anbaubedingungen in Tokushima

Der Markeneintrag nennt außerdem das Setouchi-Klima, das mild und relativ trocken ist. Süßkartoffeln gedeihen im Allgemeinen in gut durchlässigem Boden besser als bei dauerhafter Staunässe. Zusammen mit den relativ geringen Niederschlägen der Region verhindert der durchlässige Sand, dass sich zu viel Feuchtigkeit um die Wurzeln sammelt.

Geschichte von Naruto Kintoki

naruto kintoki - なると金時

Die Marke ist jung, der Anbau dahinter jedoch nicht. Die folgende Zeitleiste trennt die lange Geschichte der Naruto-Süßkartoffeln von der kürzeren Geschichte des Namens.

  1. Frühe Meiji-ZeitDie Bauern von Naruto bauen bereits rund 265 ha Süßkartoffeln an.
  2. 1945Züchter in Kochi benennen die Sorte Kokei 14.
  3. 1955 bis 1964Kokei 14 gelangt in die Region Naruto und breitet sich dann aus.
  4. 1965 bis 1974Das Gebiet der Sandfelder wächst auf etwa 1.000 ha.
  5. Um 1980Der Name Naruto Kintoki kommt in Gebrauch.
  6. 2007Das Japanische Patentamt trägt なると金時 ein.

Vor der Marke: Die frühen Süßkartoffelfelder von Naruto

Ein Artikel von 2011 aus der Feder eines landwirtschaftlichen Beraters der Präfektur Tokushima führt den Anbau bis in die frühe Meiji-Zeit zurück. Unter Berufung auf die Stadtgeschichte von Naruto nennt er für jene Zeit rund 265 Hektar Süßkartoffeln. Er gibt außerdem eine lokale Überlieferung wieder. Demnach wählte ein Bauer aus Satoura aus Süßkartoffeln, die per Schiff aus Ōmura in Nagasaki gekommen waren, eine überlegene Linie aus.

Er soll sie Ainoko imo genannt haben, nach den hybriden Dampf-Segel-Schiffen, die vor Ort ainoko-bune hießen und durch die Meerenge fuhren. Käufer in Kansai kannten sie dagegen als Muya imo. Auch die Felder haben eine ungewöhnliche Vorgeschichte. Salzschäden hatten niedrige Küstenfeuchtgebiete einst unbrauchbar gemacht. Deshalb schütteten die Bauern Kohleschlacke aus den örtlichen Salzsiedereien auf und brachten dann Strandsand heran. Mit der Zeit wurden aus diesen Flächen die heutigen Sandfelder.

Die Abstammungslinie von Kokei Nr. 14

Kokei 14 stammt aus Kochi, dem Nachbarn von Tokushima auf Shikoku. Laut der Japan Root and Tuber Crops Development Association waren ihre Elternsorten Nancy Hall und Siam. Züchter in Kochi benannten sie 1945. Da sie früh groß wurde, gut Ertrag brachte und gut schmeckte, verbreitete sie sich bald in ganz Westjapan.

Die Anbauer in Naruto übernahmen sie später, Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre. Kokei 14 bildet außerdem Knospenmutationen mit leicht abweichenden Schalentönen. Deshalb wählten die Bauern immer wieder Pflanzen mit der besten Farbe und Form aus. Eine in der Branche gängige Kurzformel beschreibt die frühere geografische Verbreitung: Beniazuma im Osten, Kokei 14 im Westen.

Von der lokalen Süßkartoffel zur eingetragenen Marke

Anfang der 1970er Jahre umfasste das Gebiet rund 1.000 Hektar in zwei Städten und zwei Gemeinden. Um 1980 begannen dann Süßkartoffeln aus diesem Gebiet als Naruto Kintoki verkauft zu werden, so JA Zen-Noh Tokushima. Manche Geschäfte nennen die Insel Ōge als Geburtsort. Dennoch bestätigt keine für diesen Artikel gefundene zeitgenössische Namensaufzeichnung die Insel Ōge als alleinigen Geburtsort der Marke.

Der rechtliche Schritt erfolgte am 20. April 2007, als das Japanische Patentamt den Namen eintrug. Das Recht liegt bei Zen-Noh. Es handelt sich jedoch um eine regionale Kollektivmarke, nicht um eine geschützte geografische Angabe (g. g. A.). Dieser Unterschied ist wichtig, wenn man sie mit Lebensmitteln mit geografischer Angabe wie Anno Imo von Tanegashima vergleicht.

Wie schmeckt Naruto Kintoki?

Geschmack, Textur und Aussehen von Naruto Kintoki: eine halbierte goldene Süßkartoffel mit grünem Tee und Milch

Natürliche Süße und kastanienartiger Geschmack

Man darf Süße erwarten, aber keine Bonbonsüße. JA Zen-Noh Tokushima beschreibt eine feine Süße mit sauberem Abgang. Nach langsamem Rösten beschreiben Verkoster häufig eine röstige, nussige Note, die gerösteten Kastanien nahekommt. Japanische Köche greifen oft gerade deshalb zu ihr, weil sie ein Gericht nicht überdeckt.

Wer die sirupartige Mitte einer Beni Haruka liebt, empfindet den ersten Bissen aber vielleicht als etwas zurückhaltend. Ist das ein Makel? Ehrlich gesagt, kommt es auf den Teller an. Neben salzigem Tempura-Teig oder einem Stück Butter wirkt diese Zurückhaltung jedoch eher wie eine Stärke.

Lockere, stärkehaltige Textur

Bei der Textur unterscheidet sich Naruto Kintoki wirklich von anderen. Japanische Köche nennen sie hokuhoku: trockenes, lockeres Fruchtfleisch, das in dampfende Krümel zerfällt. Eine gebackene Mehlkartoffel vom Typ Russet vermittelt eine grobe Vorstellung, diese hier schmeckt allerdings deutlich süßer. Auch eine Studie in der Zeitschrift Food Preservation Science vergleicht die Textur mit der von Kastanien.

Ein kleiner Hinweis: Weil das Fruchtfleisch so trocken bleibt, kann es sich im Mund etwas dicht anfühlen. Eine Tasse heißer grüner Tee oder ein Glas kalte Milch dazu helfen deshalb.

Rote Schale und goldenes Fruchtfleisch

Bei japanischem Gemüse und Obst zählt das Aussehen, und diese Süßkartoffel ist fotogen. Die Schale zeigt zum einen eine gleichmäßige, glänzende rotkarminrote Farbe. Das rohe Fruchtfleisch wirkt blass cremefarben, doch Hitze färbt es warm goldgelb. Händler lieben deshalb aufgeschnittene Auslagen. Es handelt sich nicht um eine Süßkartoffel mit violettem Fruchtfleisch. Das rotviolette Pigment sitzt vor allem in der Schale, während das Fruchtfleisch cremefarben bis goldgelb bleibt.

Naruto Kintoki im Vergleich zu anderen japanischen Süßkartoffeln

In Japan werden Dutzende benannte Süßkartoffelsorten angebaut, und unser Ratgeber zu japanischen Süßkartoffelsorten stellt die wichtigsten vor. Hier tritt Naruto Kintoki gegen drei berühmte Namen an. Alle Beschreibungen bleiben relativ, da Lagerung und Zubereitung die Süße stark verändern.

MerkmalNaruto KintokiBeni HarukaBeniazumaAnno Imo
StatusRegionale Marke (Linie von Kokei Nr. 14)Sorte, eingetragen 2010Sorte von 1985Lokale Linien mit geografisch geschütztem Namen
HauptanbaugebietNordöstliches TokushimaKanto, Kyushu und darüber hinausIbaraki und ChibaTanegashima, Kagoshima
SchaleLeuchtend rotkarminrotRötlich violettTief rotviolettJe nach Linie unterschiedlich
Gegartes FruchtfleischGoldgelbHell- bis tiefgelbGelbTiefgelb
TexturTrocken und lockerFeucht, nach der Lagerung klebrigMehlig und bröckeligSehr klebrig, sirupartig
SüßeMittel, sauberer AbgangHochMittel bis hochSehr hoch
Typische VerwendungTempura, Rösten, SüßspeisenYakiimo, getrocknete SüßkartoffelTempura, GeschmortesYakiimo, Desserts
Relative Eigenschaften nach offiziellen Angaben und Beschreibungen der Erzeuger, nicht nach Zuckermessungen im Labor.
Naruto Kintoki im Vergleich zu Beni Haruka, Beniazuma und Anno Imo nach Status, Hauptanbaugebiet, Schale und gegartem Fruchtfleisch
Naruto Kintoki im Vergleich zu Beni Haruka, Beniazuma und Anno Imo nach Textur, Süße und typischer Verwendung
Naruto Kintoki im Vergleich zu Beni Haruka, Beniazuma und Anno Imo nach Status, Hauptanbaugebiet, Schale und gegartem Fruchtfleisch
Naruto Kintoki im Vergleich zu Beni Haruka, Beniazuma und Anno Imo nach Textur, Süße und typischer Verwendung

Naruto Kintoki gegen Beni Haruka

Dies ist das Duell, das die meisten Käufer interessiert. Beni Haruka entstand in der staatlichen Züchtung auf Kyushu und wird bei der Lagerung erst feucht, dann klebrig. Naruto Kintoki bleibt dagegen trocken und krümelig. Welche sollte man also kaufen?

Greifen Sie zu Beni Haruka, wenn Sie ein dessertartiges Yakiimo möchten. Für Tempura, herzhafte Gerichte oder eine klassische lockere Röstkartoffel nehmen Sie stattdessen Naruto Kintoki. Unser Beni-Haruka-Ratgeber erklärt die andere Seite ausführlich.

Naruto Kintoki gegen Beni Azuma

Diese beiden gehören, anders als Beni Haruka, zum lockeren Lager. Das einfachste Erkennungszeichen ist die Schale: Beniazuma wirkt dunkler und violetter, Naruto Kintoki dagegen leuchtender rot. Bei den meisten Hausrezepten lässt sich die eine durch die andere ersetzen. Unser Beniazuma-Ratgeber erzählt ihre Geschichte aus der Kanto-Region.

Naruto Kintoki gegen Anno Imo

Anno Imo steht am entgegengesetzten Ende der Skala. Sie stammt von Tanegashima, einer Insel in der Präfektur Kagoshima, und wird beim Backen zu einem klebrigen, fast sirupartigen Fruchtfleisch. Naruto Kintoki wird im Vergleich dazu nie so nass. Anno Imo kann man sich als eigenständiges Dessert vorstellen, Naruto Kintoki dagegen eher als Allzweck-Süßkartoffel für die Küche.

Welche Süßkartoffel eignet sich am besten zum Rösten?

Ehrlich gesagt, hängt die Antwort davon ab, was man vom Rösten erwartet. Für ein cremiges, honigartiges Yakiimo schneiden feuchte Sorten wie Beni Haruka meist besser ab. Für eine lockere Röstkartoffel mit knuspriger Schale ist Naruto Kintoki dagegen kaum zu schlagen. Auch die aus Chiba stammende Sorte Benikomachi, ein Nachkomme von Kokei 14, bietet einen ähnlich trockenen Stil, wenn man sie findet.

Wann hat Naruto Kintoki Saison?

Naruto Kintoki im Jahresverlauf: Frühsommer, Ernte, Lagerung und Winter

Erntezeit und Versandzeitraum

Die Ernte läuft laut Arudeyo Tokushima, einer Handelsförderungsseite der Präfektur, hauptsächlich von Spätsommer bis Herbst. Die Anbauer lagern die Süßkartoffeln anschließend und liefern noch monatelang nach der Ernte aus. Früh gegrabene Süßkartoffeln kommen schon vor der Haupternte in die Geschäfte.

So eröffnete JA Satoura den Verkauf seiner Ernte 2026 am 20. Juli 2026. Die Ernte 2025 wurde dagegen noch bis zum 18. Februar 2026 verkauft. Diese Daten geben einen nützlichen Anhaltspunkt für Online-Bestellungen.

Warum Lagerung die Süße steigern kann

Bei Süßkartoffeln ist frisch gegraben nicht immer am besten. 2014 berichteten Forscher der Ishikawa Prefectural University, dass Kokei 14 direkt nach der Ernte nur wenig Zucker enthält. Der Zuckergehalt steigt dann bei der Lagerung langsam. Kälte beschleunigt diesen Vorgang, begünstigt aber auch Fäulnis.

Ebenso untersuchte eine spätere Studie in Food Preservation Science denselben Zielkonflikt für Naruto Kintoki. Sie betrachtet 13 °C als übliche Lagerzieltemperatur. Darunter wandelt sich Stärke schneller in Zucker um, doch Kälteschäden werden zu einem echten Risiko. Das Team fand heraus, dass ein Konditionierungsschritt plus eine Wärmebehandlung vor der Kaltlagerung die Schäden vermied. Das sind jedoch Export- und Laborbedingungen, keine Methode für die Lagerung zu Hause.

Die beste Zeit, Naruto Kintoki zu essen

Wann sollte man also kaufen? Spätherbst bis Winter ist eine sichere Wahl, da gelagerte Süßkartoffeln Zeit hatten, süßer zu werden. Süßkartoffeln aus dem Frühsommer schmecken dagegen leichter und frischer. Keine der beiden Entscheidungen ist falsch. Es sind einfach zwei Stimmungen derselben Feldfrucht.

So gart man Naruto Kintoki

Fünf Zubereitungsarten für Naruto Kintoki: im Ofen geröstet, gedämpft, als Tempura, Daigaku Imo und in Süßspeisen

Trockene, lockere Süßkartoffeln danken es sanfter Hitze und ein wenig Geduld. Die folgenden Methoden eignen sich für die Hausküche. Die Zeiten hängen aber von der Größe sowie von Herd oder Backofen ab, deshalb sind alle Angaben als Ausgangspunkt zu verstehen.

Im Ofen geröstete Naruto Kintoki

Rösten ist die klassische Wahl. Niedrige Hitze hält das Fruchtfleisch vor allem in dem Temperaturbereich, in dem die Enzyme der Süßkartoffel Stärke in Zucker umwandeln. Dadurch schmeckt ein langsames Rösten süßer als eine schnelle Zubereitung in der Mikrowelle. Die japanische Straßenvariante, ishi-yaki imo, verwendet heiße Steine, und unser Yakiimo-Ratgeber erklärt diese Tradition.

Gedämpfte Naruto Kintoki

Beim Dämpfen kommt die hokuhoku-Textur am besten zur Geltung. Zuerst die Süßkartoffel in 2 bis 3 cm dicke Scheiben schneiden und fünf Minuten in Wasser einweichen. Dann etwa 15 bis 20 Minuten dämpfen, bis ein Spieß hindurchgleitet. Eine Prise Salz genügt dazu.

Naruto-Kintoki-Tempura

Tempura ist vielleicht die Zubereitung, in der diese Süßkartoffel am hellsten glänzt. Das trockene Fruchtfleisch bleibt unter dem knusprigen Teig locker, statt klebrig zu werden. Etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und trocken tupfen. Dann bei 160 bis 170 °C (320 bis 340 °F) frittieren. Bei dieser mäßigen Hitze wird die Mitte weich, bevor der Teig bräunt.

Kandierte Süßkartoffel

Daigaku Imo überzieht frittierte Stücke mit glänzendem Zuckersirup und schwarzem Sesam. Da trockene Sorten unter der Glasur ihre Form behalten, passt Naruto Kintoki hier natürlich gut. Unser Daigaku-Imo-Artikel behandelt die Geschichte und ein vollständiges Rezept.

Japanische Süßigkeiten und Desserts

Konditoren mögen lockere Süßkartoffeln, weil das zerdrückte Fruchtfleisch eine feste Paste bildet, die ihre Form behält. Deshalb begegnet man ihr möglicherweise in imo yokan, einem Süßkartoffelkuchen oder kinton, einem Verwandten von kurikinton. Auch Shikoku liebt imo kenpi, knusprige kandierte Süßkartoffelstäbchen.

Einfaches Rezept für im Ofen geröstete Naruto Kintoki

Dieses einfache Rösten lässt die Süßkartoffel für sich sprechen. Außer einem gewöhnlichen Backofen braucht man nur zwei Zutaten. Die Zeiten sind Richtwerte, prüfen Sie daher immer mit einem Spieß, bevor Sie das Blech herausnehmen.

Einfach im Ofen geröstete Naruto Kintoki

Portionen2
Vorbereitung5 Min.
Backen70 bis 90 Min.

Zutaten

  • 2 mittelgroße Naruto Kintoki, je etwa 200 bis 250 g
  • Flockensalz, nach Geschmack
  • Butter, optional
  • Alufolie, optional

Zubereitung

  1. Zuerst den Backofen auf 160 °C (320 °F) vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
  2. In der Zwischenzeit die Süßkartoffeln unter fließendem Wasser abbürsten und die Schale dranlassen.
  3. Für eine weichere Schale in Folie wickeln oder für ein röstiges Ergebnis unverpackt lassen.
  4. 70 bis 90 Minuten backen und nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
  5. Dann einen Spieß in die dickste Stelle stecken, bis er leicht hineingleitet.
  6. Zum Schluss den Ofen ausschalten und die Süßkartoffeln 10 Minuten darin ruhen lassen.

Ofentemperatur und Garzeit

Warum eine so niedrige Einstellung? Sanfte Hitze gibt den Enzymen Zeit zu wirken, sodass das Fruchtfleisch am Ende süßer wird. Kleine, schlanke Süßkartoffeln sind vielleicht schon nach etwa 60 Minuten fertig. Große brauchen dagegen unter Umständen deutlich mehr als 90. Im Zweifel zehn Minuten zugeben und erneut prüfen.

Serviervorschläge

Die Süßkartoffel aufschneiden, solange sie noch dampft, und eine Prise Flockensalz darübergeben. Ein wenig Butter passt ebenfalls. In Japan wird geröstete Süßkartoffel oft mit heißem grünem Tee oder kalter Milch serviert. Reste? Man kann sie in Pfannkuchenteig zerdrücken oder die Würfel unter frisch gekochten Reis heben.

Nährwerte und Ernährungsaspekte

Wir konnten keine offizielle Nährwertanalyse allein für Naruto Kintoki finden. Die folgenden Werte stammen daher aus den Standardtabellen der Lebensmittelzusammensetzung Japans, achte überarbeitete Ausgabe, Nachtrag 2023. Sie beschreiben Süßkartoffeln im Allgemeinen, pro 100 g geschältem Fruchtfleisch.

Pro 100 gRoh, geschältGebacken, geschält
Energie126 kcal151 kcal
Eiweiß1,2 g1,4 g
Fett0,2 g0,2 g
Kohlenhydrate31,9 g39,0 g
Ballaststoffe2,2 g4,5 g
Kalium480 mg500 mg
Vitamin C29 mg13 mg
Standardwerte für japanische Süßkartoffeln (Lebensmittelnummern 02006 und 02008), pro 100 g essbarer Anteil. Dies sind keine sortenspezifischen Messwerte für Naruto Kintoki.

Kohlenhydrate und Ballaststoffe

Wie alle Süßkartoffeln besteht Naruto Kintoki überwiegend aus Kohlenhydraten. Beim Backen verdampft Wasser, daher steigen die Werte pro 100 g. Das erklärt auch den Anstieg der Kalorien. Auch der Ballaststoffgehalt erscheint beim gebackenen Eintrag höher, zum Teil wegen des Wasserverlusts.

Vitamine und Mineralstoffe

Süßkartoffeln liefern außerdem Kalium und etwas Vitamin C. Hitze senkt das Vitamin C jedoch, wie die Tabelle zeigt. Kalium bleibt dagegen recht stabil.

Ist Naruto Kintoki gesund?

Sie kann gut in eine ausgewogene Ernährung passen. Eine schlichte geröstete Süßkartoffel braucht kein zusätzliches Öl und keinen Zucker und macht satt. Beläge verändern das Bild allerdings schnell. Butter, Sirup und Frittieren erhöhen die Kalorien. Wer mit einer Erkrankung zu tun hat, sollte sich von einem Arzt oder einer Ernährungsberaterin beraten lassen.

So wählt und lagert man Naruto Kintoki

So wählt, kühlt, verpackt und friert man Naruto Kintoki ein

So erkennt man gute Süßkartoffeln

Wählen Sie Süßkartoffeln, die sich für ihre Größe schwer anfühlen und eine feste, gleichmäßig gefärbte Schale haben. Meiden Sie außerdem weiche Stellen, Schimmel, säuerlichen Geruch oder tiefe Risse. Mittelgroße, gleichmäßig geformte Knollen rösten gleichmäßiger als sehr dünne oder sehr dicke. Ein paar kleine Kratzer an den Enden sind dennoch normal.

Warum man sie nicht im Kühlschrank lagern sollte

Süßkartoffeln mögen keine Kälte. Die meisten Kühlschränke im Haushalt liegen weit unter 10 °C, sodass Kälteschäden und Fäulnis entstehen können. Selbst die kontrollierte Lagerung in der Forschung ist ein schmaler Grat, wie die Studie in Food Preservation Science zeigt. Ganze Süßkartoffeln gehören daher nicht in den Kühlschrank. Bei aufgeschnittenen oder gegarten Süßkartoffeln ist das anders: Gut verpacken und kühlen.

Empfohlene Lagerbedingungen

Arudeyo Tokushima nennt 13 °C und 85 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit als ideal. Nur wenige Haushalte erreichen das genau, aber mit diesen Gewohnheiten kommt man nahe heran:

  • Jede Süßkartoffel in Zeitungspapier oder Kraftpapier wickeln.
  • Dann in einem Pappkarton an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.
  • Verschlossene Plastiktüten meiden, denn sie halten Feuchtigkeit fest.
  • Den Karton wöchentlich kontrollieren und beschädigte Süßkartoffeln vor den übrigen verbrauchen.
  • Gegartes, püriertes Fruchtfleisch flach in Beuteln einfrieren, um es später zu backen.

Regionale Naruto-Kintoki-Marken

Innerhalb der Marke fügen einige örtliche Genossenschaften eigene Etiketten hinzu. JA Zen-Noh Tokushima führt drei davon auf. Diese Namen zu erkennen, ist eine praktische Möglichkeit, genau zu wissen, wo die Süßkartoffeln gewachsen sind.

Satomusume (里むすめ)

JA Satoura in Naruto liefert Satomusume von sandigen Feldern neben der Meerenge aus. Die Genossenschaft vermarktet sie als ihre Naruto Kintoki der Spitzenklasse und lobt die feine Schale und die verfeinerte Süße. JA Satoura verkauft sie außerdem über den eigenen Online-Shop.

Matsushige Bijin (松茂美人)

Matsushige Bijin stammt aus der Filiale Matsushige von JA Ōtsu-Matsushige im Landkreis Itano. Der Name bedeutet etwa „Schönheit von Matsushige“. Sie wächst ebenfalls auf dem zuvor beschriebenen Deltasand.

Amahime (甘姫)

Amahime wird von der Filiale Kawauchi von JA Tokushima-shi ausgeliefert. Der Name bedeutet übersetzt „süße Prinzessin“. Wie die beiden anderen Etiketten fällt sie dennoch unter die Marke Naruto Kintoki.

Wo man Naruto Kintoki kaufen kann

Kauf in Japan

Die besten Chancen bietet Westjapan, besonders Kansai. Suchen Sie in Supermärkten, in den Lebensmittelabteilungen von Kaufhäusern und an Hofständen, besonders ab dem Spätsommer. Auf den Etiketten kann なると金時, 鳴門金時 oder einfach Naruto Kintoki stehen. Steht auf einem Schild nur satsumaimo, fragen Sie das Personal, um welche Sorte es sich handelt.

Online-Shops und saisonale Verfügbarkeit

Mehrere Genossenschaftsshops verkaufen Kisten online. JA Satoura betreibt zum Beispiel einen eigenen Shop mit frischen Süßkartoffeln und verarbeiteten Leckereien. Die meisten dieser Shops richten sich an Käufer in Japan, prüfen Sie daher vor der Bestellung die Versandseite. Das Angebot kann bis zum Spätwinter knapp werden, wie das Februar-Enddatum von JA Satoura nahelegt.

Naruto Kintoki außerhalb Japans finden

Das Interesse im Ausland ist real. So verweist etwa die Studie in Food Preservation Science auf eine steigende Nachfrage im Ausland. Ein von Anbauern getragenes Unternehmen in Tokushima hat zudem über das japanische Landwirtschaftsministerium einen Exportplan veröffentlicht. Dennoch unterliegen frische Süßkartoffeln in den meisten Ländern Pflanzenquarantänevorschriften. Informieren Sie sich zuerst über die örtlichen Einfuhrbestimmungen und rechnen Sie damit, dass die Verfügbarkeit je nach Jahreszeit schwankt.

Naruto-Kintoki-Süßigkeiten als Souvenirs

Sie können keine frischen Süßkartoffeln mit nach Hause nehmen? Verarbeitete Süßigkeiten lassen sich dagegen viel besser transportieren. In Tokushima findet man Torten, Kuchen, Chips und Yokan aus Naruto Kintoki. Lesen Sie aber das Etikett, denn manche Produkte enthalten nur einen kleinen Anteil an Süßkartoffeln aus der Region.

Naruto Kintoki in Tokushima erleben

Lebensmittelmärkte und lokale Läden

Naruto ist ein leichtes Tagesausflugsziel ab der Stadt Tokushima oder ab Kansai mit dem Fernbus. Der Tourismusverband Naruto Uzushio betreibt Naruto Bussankan, einen Laden für lokale Produkte mit einer eigenen Seite zu Naruto Kintoki. Im Herbst führen auch die Hofläden der Genossenschaften im Anbaugebiet frische Süßkartoffeln.

Eine Reise planen? Um den 13. Oktober, Japans inoffiziellen Tag der Süßkartoffel, veranstaltet der Förderrat von Tokushima in Verbrauchermärkten in ganz Japan Verkostungen. Es ist auch eine schöne Gelegenheit, die Süßkartoffel weit entfernt von Tokushima zu probieren.

Weitere regionale Spezialitäten zum Probieren

Heben Sie sich Platz für mehr als Süßkartoffeln auf. Tokushima-Ramen kombiniert süßlich-herzhaftes Schweinefleisch mit einem rohen Ei. Handa-Somen bietet stattdessen dicke, von Hand gezogene Nudeln. Dann gibt es noch Awaodori-Huhn, eine örtliche Rasse mit kräftigem Geschmack. Einen Überblick über die Region bekommen Sie mit unserem Ratgeber zum Essen auf Shikoku.

Warum Naruto Kintoki weiterhin wichtig ist

Naruto Kintoki wird weniger wegen extremer Süße geschätzt als wegen seiner leuchtenden Schale, des goldenen Fruchtfleischs und der trockenen, lockeren Textur. Dieser Biss passt zu Tempura ebenso wie zu einem langsamen Rösten. Dahinter stehen mehr als hundert Jahre Anbau auf Sandfeldern. Eine Marke bindet den Namen außerdem an eine einzige Ecke von Tokushima.

Die Marke steht durchaus unter Druck. So verweist eine Forschungszusammenfassung aus Tokushima auf die Konkurrenz durch die zuckerreiche Beni Haruka und die günstigere, in Kanto angebaute Beniazuma. Als Reaktion begann die Präfektur, Sorten der nächsten Generation für ihre Sandfelder zu züchten. Wer seine Süßkartoffel jedoch lieber locker als sirupartig mag, sollte nach dieser Ausschau halten. Langsam rösten, ein wenig Salz dazugeben und selbst urteilen.

Naruto Kintoki: Häufige Fragen

Marke und Name

Ist Naruto Kintoki eine Sorte oder eine regionale Marke?

Es ist eine regionale Marke, keine eigens gezüchtete Sorte. Die Süßkartoffeln stammen von Linien, die Anbauer innerhalb von Kokei 14 ausgewählt haben, einer Sorte, die 1945 in Kochi benannt wurde. 2007 trug das Japanische Patentamt なると金時 als regionale Kollektivmarke ein. Die Marke ist der autorisierten Verwendung für qualifizierte Süßkartoffeln aus dem Erzeugungsgebiet Tokushima vorbehalten.

Warum heißt sie Naruto Kintoki?

Naruto verweist auf das Erzeugungsgebiet rund um die Stadt Naruto und ihre berühmte Meerenge. Keine zeitgenössische Namensaufzeichnung erklärt, warum das Wort kintoki gewählt wurde. In japanischen Speisenamen bezeichnet kintoki meist rot gefärbte Bohnen, Gemüse und Süßkartoffeln, wobei manche Händler es mit dem goldenen Fruchtfleisch der gegarten Süßkartoffel verbinden. Der Name kam um 1980 in Gebrauch.

Ist Naruto Kintoki dasselbe wie Satsumaimo?

Satsumaimo ist das allgemeine japanische Wort für Süßkartoffel, daher ist jede Naruto Kintoki eine Satsumaimo. Umgekehrt gilt das jedoch nicht. Naruto Kintoki ist eine regionale Marke innerhalb dieser breiten Kategorie, mit eigener Abstammung, eigenem Anbaugebiet und eigener Marke.

Ist Naruto Kintoki eine violette Süßkartoffel?

Nein. Das rotviolette Pigment sitzt in der Schale, während das Fruchtfleisch roh blass cremefarben aussieht. Beim Garen färbt sich das Fruchtfleisch dann goldgelb. Violette Süßkartoffeln wie Ayamurasaki haben dagegen durch und durch violettes Fruchtfleisch.

Zubereitung und Lagerung

Kann man die Schale von Naruto Kintoki essen?

Ja. Zuerst unter fließendem Wasser gut abbürsten. Die dünne Schale wird im Ofen schön knusprig und bringt Farbe in Tempura und Reisgerichte. Schimmlige, weiche oder stark beschädigte Stellen vor dem Garen wegschneiden.

Warum sollte man Naruto Kintoki nicht im Kühlschrank lagern?

Süßkartoffeln erleiden bei den niedrigen Temperaturen in einem üblichen Kühlschrank Kälteschäden, und es kann zu Fäulnis kommen. Anbauer streben bei der Lagerung etwa 13 °C an, ein kühler, dunkler Schrank kommt dem also deutlich näher. Nur aufgeschnittene oder gegarte Süßkartoffeln gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb weniger Tage verbraucht werden.

Kauf

Kann man Naruto Kintoki außerhalb Japans kaufen?

Manchmal, aber das Angebot ist begrenzt. Anbauer aus Tokushima haben einen Exportplan veröffentlicht, und eine Studie in Food Preservation Science verweist auf eine steigende Nachfrage im Ausland. Frische Süßkartoffeln unterliegen in den meisten Ländern weiterhin Pflanzenquarantänevorschriften, prüfen Sie daher die örtlichen Einfuhrbestimmungen. Verarbeitete Süßigkeiten aus Naruto Kintoki lassen sich leichter transportieren.

Quellen

  • Japanisches Patentamt – Regionale Kollektivmarke Nr. 5043110, なると金時 (Abgerufen im Oktober 2026)
  • JA Zen-Noh Tokushima – Naruto Kintoki (Abgerufen im Oktober 2026)
  • Arudeyo Tokushima – Naruto Kintoki (Abgerufen im Oktober 2026)
  • J-STAGE – Yoshida et al., Postharvest Sweetening and Chilling Injury Control in Naruto Kintoki for Export (Nachreifesüßung und Kontrolle von Kälteschäden bei Naruto Kintoki für den Export), Food Preservation Science 49(2): 87–94 (Abgerufen im Oktober 2026)
  • NARO Repository – Kai et al. (2017), Züchtung der Süßkartoffelsorte Beniharuka, Bulletin of the NARO Kyushu Okinawa Agricultural Research Center Nr. 66 (Abgerufen im Oktober 2026)
  • Präfektur Tokushima – Kakehashi und Kuroshima (1999), Geeignete Korngrößenzusammensetzung des Sandfeldbodens im Süßkartoffelanbau (Abgerufen im Oktober 2026)
  • J-STAGE – Kakehashi et al. (2002), Korngröße von Sandboden sowie Ertrag und Qualität von Süßkartoffeln, Japanese Journal of Soil Science and Plant Nutrition 73(3) (Abgerufen im Oktober 2026)
  • J-STAGE – Tosa (1976), Wechselpflanzung im Süßkartoffelanbau, Journal of Agricultural Meteorology 32(2) (Abgerufen im Oktober 2026)
  • Imo Shinkōkai – Minami (2011), Geschichte und regionale Markenbildung von Naruto Kintoki, Imo-rui Shinkō Jōhō Nr. 107 (Abgerufen im Oktober 2026)
  • Japan Root and Tuber Crops Development Association – Süßkartoffelsorten und ihre Eigenschaften (Abgerufen im Oktober 2026)
  • Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei – aff Magazine (November 2017), Süßkartoffelsorten (Abgerufen im Oktober 2026)
  • Ishikawa Prefectural University – Pressemitteilung (2014) dazu, wie Kokei 14 auf Genebene süßer wird (Abgerufen im Oktober 2026)
  • Präfektur Tokushima – Züchtung von Sorten zum Ausbau der Marke Naruto Kintoki (Abgerufen im Oktober 2026)
  • Tourismusverband Naruto Uzushio – Über Naruto Kintoki (Abgerufen im Oktober 2026)
  • JA Satoura – Naruto Kintoki Satomusume (Abgerufen im Oktober 2026)
  • JA Satoura Beppindo – Hinweise zum Verkauf im Online-Shop (Abgerufen im Oktober 2026)
  • MAFF – GFP-Exportplan für Naruto Kintoki (Abgerufen im Oktober 2026)
  • MEXT – Standardtabellen der Lebensmittelzusammensetzung in Japan, Nachtrag 2023 (Abgerufen im Oktober 2026)

Verwandte Artikel

Food in Japan
Discover Japan,
One Dish at a Time
Explore authentic Japanese cuisine, regional specialties, traditional recipes, and food culture from all 47 prefectures.
Explore with Food in Japan
✓ Authentic Recipes
✓ Regional Specialties
✓ Food Culture
✓ Fresh Stories Daily
Follow Food in Japan
Google Preferred Sources
Prefer Food in Japan in Google Search
Add Food in Japan as one of your preferred sources and discover authentic Japanese food stories whenever they are relevant.
Google Preferred Sources
Please share this post!
  • URLをコピーしました!

About the Writer

Ryo Iwaのアバター Ryo Iwa Founder and Editor, Food in Japan

コメント

コメントする

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

目次