Stellen Sie sich vor, Sie öffnen eine japanische Obst-Geschenkbox und finden darin statt roter Erdbeeren fast weiße, jede einzelne groß und mit kleinen roten Kernchen gesprenkelt. In Japan sagt man, diese Punkte sähen aus wie die roten Augen eines weißen Hasen im Schnee. Das ist die Yuki-Usagi-Erdbeere (雪うさぎ), eine japanische weiße Erdbeere aus Karatsu in der Präfektur Saga. Trotz des Namens ist die reife Frucht meist rosaweiß und nicht rein weiß.
Auffällig ist sie durch ihre Größe, ihre sanfte Süße und ein fruchtiges Aroma, das Händler oft mit Pfirsich vergleichen. Im Folgenden verbinden wir den offiziellen japanischen Sorteneintrag mit lokalen Berichten aus Saga, Angeboten von Erzeugern und Obstführern und sagen dazu, was woher stammt. Dieser Leitfaden behandelt ihre Herkunft, warum sie blass bleibt, wie sie schmeckt, wann man sie findet und wie sie im Vergleich zu anderen weißen Erdbeeren dasteht.
Was ist die Yuki-Usagi-Erdbeere?
Yuki Usagi ist eine eingetragene japanische Erdbeersorte mit blasser, rosaweißer Haut und weißem Fruchtfleisch. Japan hat sie 2014 registriert, und eine kleine Gruppe von Landwirten baut sie in Karatsu in der Präfektur Saga an. Ihr Name bedeutet „Schneehäschen“.
Auf einen Blick: Yuki-Usagi-Erdbeere
- Japanischer Name
- 雪うさぎ (Yuki Usagi, „Schneehäschen“)
- Status
- Eingetragene Sorte; Yuki Usagi ist ihr offizieller Sortenname
- Registrierung
- Beantragt im Dezember 2011; eingetragen am 18. November 2014 (Registrierungsnummer 23750)
- Anbaugebiet
- Karatsu, Präfektur Saga, Nord-Kyushu
- Offizielle Merkmale
- Extrem groß, kegelförmig, glänzend; rosaweiße Haut; weißes Fruchtfleisch und weißer Kern
- Typische Größe
- Etwa 35 g pro Beere, laut Berichten von Höfen und Obstführern
- Geschmack
- Süß mit wenig Säure; das Aroma wird oft als pfirsichartig beschrieben
- Saison
- Winter bis Frühling; der Zeitraum variiert je nach Hof und Jahr
- Erzeuger
- Eine kleine Gruppe von Höfen in Karatsu, berichtet werden fünf
Ist Yuki Usagi eine Sorte oder eine Marke?
Anders als bei manchen japanischen Erdbeeren ist Yuki Usagi selbst der offizielle Sortenname und nicht nur ein Handelsname. Japans Sortenregister führt sie genau unter diesem Namen. Wenn Sie also „Yuki Usagi“ auf einer Packung lesen, sehen Sie den eingetragenen Namen der Sorte.
Woher der Name kommt
Den meisten Berichten zufolge beschreibt der Name die Frucht selbst. Die blasse Beere erinnert an einen weißen Hasen, und die roten Punkte auf der Oberfläche an seine Augen. Ein Obstführer nennt diese Erklärung, und ein Hofbericht von 2018 deutet sie ebenfalls an. Das offizielle Register hält den Grund für den Namen jedoch nicht fest, daher sollten Sie ihn als die verbreitete Geschichte und nicht als belegte Tatsache betrachten.
Ein kleiner Hinweis für Leser, die nicht Japanisch sprechen: Ein „Yuki Usagi“ ist auch ein klassisches japanisches Winterhandwerk, nämlich ein kleiner Hase aus Schnee mit roten Beeren als Augen. Wer nur nach diesem Begriff sucht, findet zuerst möglicherweise diese Hasen. Mit dem Zusatz „Erdbeere“ klappt es besser.
Woher kommt die Yuki Usagi?
Yuki Usagi stammt aus Karatsu, einer Küstenstadt in der Präfektur Saga auf Kyushu, der südwestlichen Hauptinsel Japans. Ein lokaler Bericht von 2017 beschrieb sie als nur innerhalb von Karatsu angebaut. Dieselbe Gegend ist auch bekannt für Yobuko-Tintenfischaus dem Hafen von Yobuko.
Wie die Sorte entwickelt wurde

Laut einem japanischen Obstführer hat Shigeo Ide (井手重夫) aus Saga die Yuki Usagi gezüchtet. Der Führer berichtet, am Anfang habe eine weiße Erdbeerpflanze gestanden, eine natürliche Mutante, die ihm ein Bekannter geschenkt habe. Diese Pflanze sei danach auf natürliche Weise mit Oukimi gekreuzt worden, einer kommerziell angebauten Erdbeere, und er habe über mehrere Jahre die besten Nachkommen ausgewählt.
Dennoch weist der Führer selbst darauf hin, dass die genaue Geschichte unklar ist. Diese Darstellung stammt aus Obst-Nachschlagewerken und nicht aus dem offiziellen Eintrag, der weder die Eltern noch die Methode beschreibt. Unabhängig davon heißt es in einem Nachrichtenbericht aus Saga von 2017, die Sorte sei vom Leiter der Karatsu Snow Berry Association, der örtlichen Erzeugervereinigung, registriert worden. Die grobe Geschichte ist also stimmig, die Einzelheiten beruhen aber auf Sekundärquellen.
Registrierungs-Zeitleiste

21. Dezember 2011
Der Züchter beantragt die Sortenregistrierung.
23. April 2012
Der Antrag erscheint im offiziellen Amtsblatt.
18. November 2014
Japan registriert Yuki Usagi unter der Sortennummer 23750.
Das sind Registerdaten, keine Ernte- oder Verkaufsdaten. Sie sagen also, wann die Sorte rechtlichen Schutz erhielt, nicht, wann die erste Beere in den Verkauf kam.
Warum bleibt die Yuki Usagi blass?
Kurz gesagt: Yuki Usagi bleibt blass, weil die blasse Farbe ein Merkmal der Sorte ist und nicht daher rührt, dass die Frucht unreif geerntet wird. Offenbar hat keine veröffentlichte Studie ihre Pigmente gemessen. Bei Erdbeeren allgemein stammt die rote Farbe jedoch hauptsächlich von Anthocyan-Pigmenten, und hellere Früchte haben tendenziell weniger davon.
Was die Wissenschaft über die Farbe von Erdbeeren sagt
Eine Studie von 2002 zu 20 japanischen Erdbeersorten, veröffentlicht von der Japanese Society for Horticultural Science, brachte die Fruchtfarbe mit der gesamten Anthocyan-Konzentration in Verbindung. Sie fand außerdem, dass Pelargonidin-3-glucosid das wichtigste rote Pigment ist. Das ist nur allgemeiner Hintergrund. Yuki Usagi wurde nicht untersucht, daher können wir nicht genau sagen, wie viel Pigment sie enthält.
Auch die Anbaubedingungen können eine Rolle spielen. Ein Bericht von 2018 über einen Hof in Karatsu vermerkte, dass dessen Gewächshaus eine UV-abweisende Folie nutzte, die für weiße Erdbeeren geeignet ist. Das ist jedoch die Praxis eines einzelnen Hofes. Der Hauptgrund für die blasse Farbe bleibt die Sorte selbst.
Rosaweiße Haut, weißes Fruchtfleisch und rote Nüsschen
Genau genommen bezeichnet der offizielle Eintrag die Haut als „rosaweiß“, nicht als rein weiß. Fruchtfleisch und Kern sind dagegen als weiß verzeichnet. Die roten Punkte auf der Oberfläche sind Nüsschen (Achänen), kleine trockene Früchte, die jeweils einen Samen enthalten, auch wenn die meisten Leute sie einfach Kerne nennen.
Warum manche Früchte im Frühling rosa werden
Später in der Saison bekommen manche Beeren einen blassrosa Hauch. Laut dem Obstführer geschieht das bei wärmerem Wetter leichter, und solche Beeren werden auch als „Sakura Ichigo“ verkauft, also als Kirschblüten-Erdbeeren. Auch Reifegrad und Anbaubedingungen können eine Rolle spielen, sodass die Farbe von Beere zu Beere schwankt.
Wie schmeckt die Yuki Usagi?

Yuki Usagi wird allgemein als süße, säurearme weiße Erdbeere mit einem duftenden Aroma beschrieben, das Händler oft mit Pfirsich vergleichen. Im Vergleich zu den meisten roten Erdbeeren wirkt sie milder und aromatischer, nicht aber dramatisch süßer. Bedenken Sie, dass es sich um Beschreibungen von Erzeugern, Händlern und Testern handelt, da bisher niemand eine Geschmacksstudie im Labor veröffentlicht hat.
Süße und milde Säure
Der Obstführer beschreibt eine gute Süße und wenig Säure. Ähnlich erwähnt das Heimatsteuer-Angebot (Furusato Nozei) eines Erzeugers aus Karatsu ein volles Aroma, wenig Säure und eine klare, erfrischende Süße. Interessanterweise sprach der Hofbericht von 2018 stattdessen von einem feinen Gleichgewicht zwischen Süße und Säure. Erwarten Sie also eine milde Beere, aber keine, die nur nach Zucker schmeckt.
Und die Zahlen? Ein Erzeuger gibt den Zuckergehalt mit etwa 10 Grad Brix an. Diese Angabe stammt allerdings von einem einzelnen Hof, und der Zuckergehalt schwankt mit Erntezeitpunkt und Wetter. Wir würden sie nicht als festes Merkmal betrachten.
Ein japanisches Nahrungsmittel-Nachschlagewerk liefert einen nützlichen Realitätsabgleich. Sein Verfasser maß bei von ihm gekauften Beeren 7,7 bis 10,6 Grad Brix und stellte fest, dass weißen Erdbeeren im Allgemeinen die starke Süße und das starke Aroma roter Erdbeeren fehlen. Trotzdem hatte der Verfasser den Eindruck, der süße Duft lasse die Frucht süßer schmecken, als es die Zahlen vermuten ließen.
Ein pfirsichartiges Aroma, kein Pfirsichgeschmack
Der „Pfirsich“-Vergleich verlangt etwas Vorsicht. Händler verwenden ihn, um den Duft zu beschreiben, nicht um zu sagen, dass die Beere wie ein Pfirsich schmeckt. Sie schmeckt weiterhin nach Erdbeere, nur weicher und duftender. Ehrlich gesagt gehört genau diese Zurückhaltung zu ihrem Reiz.
Textur und Festigkeit
Japans Sortenregister stuft die Festigkeit der Frucht als mittel und ihren Glanz als stark ein. Einige Obstführer nennen die Haut fest und gut für den Versand geeignet. Dennoch lautet die offizielle Einstufung „mittel“, gehen Sie mit diesen großen Beeren also behutsam um.
Wie groß ist eine Yuki-Usagi-Erdbeere?

Sehr groß, zumindest für Erdbeeren. Das offizielle Register stuft die Fruchtgröße als „extrem groß“ ein und führt sie als ein Merkmal auf, das Yuki Usagi von Wada Hatsukoi unterscheidet, einer älteren weißen Erdbeere.
Als konkrete Zahl nennen der Hofbericht von 2018 und der Obstführer beide einen Durchschnitt von etwa 35 g pro Beere. Der Hofbericht verglich dies mit ungefähr 15 bis 20 g bei einer gewöhnlichen Erdbeere. Die Größe schwankt jedoch je nach Güteklasse, Hof und Ernte, sodass nicht jede Beere in einer Packung gleich ausfällt. Die größte Beere, die ein Lebensmittelautor gewogen hat, brachte es auf 63,5 g, eine Ausnahme und nicht die Regel.
Wann hat die Yuki-Usagi-Erdbeere Saison?

Yuki Usagi ist in der Regel von Winter bis Frühling erhältlich. Der Obstführer nennt ungefähr Dezember bis Mai, während ein anderes Nahrungsmittel-Nachschlagewerk angibt, die Ernte dauere etwa von Mitte Dezember bis April. Die genauen Versandzeiten unterscheiden sich je nach Hof und Jahr, und manche Anbieter versenden nur in einem kürzeren Teil dieses Zeitraums.
Außerhalb der Saison finden Sie möglicherweise trotzdem tiefgekühlte Yuki Usagi. So bietet etwa ein Hof in Karatsu über das Heimatsteuer-System eine gefrorene 2-kg-Packung an. Sie enthält unterschiedlich große Beeren und einige zerschnittene Früchte und eignet sich deshalb eher für Smoothies oder Desserts als für Geschenke.
So wählen und lagern Sie Yuki-Usagi-Erdbeeren

Da Yuki Usagi nie ganz rot wird, brauchen Sie andere Anhaltspunkte. Der Obstführer empfiehlt ein paar einfache Prüfungen.
- Große, runde Früchte. Achten Sie auf gut gefüllte Beeren mit voller Form.
- Straffe, glänzende Haut. Das Register vermerkt starken Glanz, matte oder runzlige Haut ist daher ein Warnzeichen.
- Eine zur Jahreszeit passende Farbe. Rechnen Sie in den kalten Monaten mit hellerer Haut und mit einem rosigeren Ton, wenn der Frühling naht.
In der Praxis bieten Händler die meisten Yuki Usagi in Geschenkboxen an, sodass Sie einzelne Beeren womöglich nicht auswählen können. Zur Einordnung der Größe: Die Box eines Lebensmittelautors enthielt neun Beeren mit zusammen über 450 g.
Tipps zur Lagerung
Der Obstführer empfiehlt, die Beeren in ihrer gepolsterten Packung zu lassen, die Packung in eine Plastiktüte zu legen und sie im Gemüsefach des Kühlschranks aufzubewahren. Auch wenn sie sich recht gut halten, sollten Sie sie bald nach dem Kauf essen. Spülen Sie sie erst kurz vor dem Servieren vorsichtig ab, und folgen Sie immer dem Etikett des Erzeugers, falls es andere Hinweise gibt.
So essen Sie die Yuki-Usagi-Erdbeere
Vor allem gilt: frisch und schlicht ist am besten. Eine große, sanft süße Beere wie diese lässt sich leicht überdecken, und Schlagsahne oder süße Soßen können ihr Aroma verdecken. Servieren Sie sie stattdessen gekühlt und pur, vielleicht in Scheiben geschnitten, damit man das weiße Fruchtfleisch sieht.
Für einen festlichen Anlass kombinieren Sie sie mit einer roten Erdbeere. In Japan gelten Rot und Weiß zusammen, genannt kohaku, als Glückszeichen und kommen bei Hochzeiten und zu Neujahr vor. Auch japanische Konditoren haben sie genutzt. So brachte Tirol Choco 2017 eine Schokolade mit weißer Erdbeere heraus, hergestellt mit Yuki Usagi aus Karatsu. Dem befragten Erzeuger zufolge gab sie Beeren eine Verwendung, die zu unförmig oder fleckig waren, um frisch verkauft zu werden.
Wie unterscheidet sich die Yuki Usagi von gewöhnlichen roten Erdbeeren?

Die kurze Antwort: Sie ist blasser, größer, milder und viel schwerer zu finden. Die Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen, anhand der in diesem Leitfaden genannten Quellen.
| Merkmal | Yuki Usagi | Typische rote Erdbeere |
|---|---|---|
| Hautfarbe | Rosaweiß (offizieller Eintrag) | Rot |
| Fruchtfleisch | Weiß (offizieller Eintrag) | Unterschiedlich, oft rosa bis rot |
| Größe | Durchschnittlich etwa 35 g (Hofberichte) | Etwa 15 bis 20 g, laut demselben Bericht von 2018 |
| Säure | Niedrig, laut Erzeugern und Händlern | Unterschiedlich; viele sind säuerlicher |
| Aroma | Wird oft mit Pfirsich verglichen | Klassischer Erdbeerduft |
| Verfügbarkeit | Einige Höfe in Karatsu; meist Geschenkboxen | Weit verbreitet in Supermärkten |
Sind weiße Erdbeeren gentechnisch verändert?
Keine öffentliche Quelle deutet darauf hin, dass Yuki Usagi gentechnisch verändert ist. Obstführer beschreiben sie als Ergebnis natürlicher Kreuzung und Auslese, ausgehend von einer weißen Mutantenpflanze. Das offizielle Register beschreibt die Züchtungsmethode allerdings nicht, daher beruht diese Darstellung auf Sekundärquellen.
Warum ist die Yuki Usagi so selten und teuer?

Kurz gesagt: Nur sehr wenige Höfe bauen sie an. Lokale Medien und Erzeugerquellen berichten in den vergangenen Jahren von etwa fünf beteiligten Höfen. Ein Hofbericht von 2018 nannte fünf Höfe in der Karatsu Snow Berry Association, ein Nahrungsmittel-Nachschlagewerk gab für 2021 dieselbe Zahl an, und das aktuelle Angebot eines Erzeugers spricht weiterhin von fünf. Die Zahl kann sich allerdings ändern.
Auch die Mengen sind klein. Dasselbe Nachschlagewerk gibt an, die Vereinigung habe im Frühjahr 2021 etwa 11 Tonnen erzeugt, und diese Zahl schließt Tenshi no Mi ein, eine weitere weiße Erdbeere, die sie anbaut.
Zusammen sorgen mehrere Faktoren dafür, dass das Angebot knapp und die Preise hoch bleiben.
- Wenige Erzeuger. Berichten zufolge gibt es etwa fünf Höfe, alle in Karatsu.
- Kleine Ernten. Einer Quelle zufolge lag die Frühjahrsproduktion der Vereinigung 2021 bei etwa 11 Tonnen, geteilt mit einer anderen Sorte.
- Strenge Sortierung. Ein Erzeuger sagte, unförmige oder fleckige Beeren könnten nicht frisch versendet werden.
- Geschenkverpackung. Die meisten Früchte werden in gepolsterten Geschenkboxen statt in Supermarktpackungen verkauft.
- Eine begrenzte Saison. Frische Früchte gibt es nur von Winter bis Frühling.
Begrenzte Produktion und sorgfältiger Anbau
Der 2018 besuchte Hof zog etwa 6.500 weiße Erdbeerpflanzen in einem Gewächshaus von 1.000 Quadratmetern. Ein aktueller Erzeuger beschreibt außerdem Gewächshäuser in den Bergen, Quellwasser zur Bewässerung und das besondere Anbauprogramm der Präfektur Saga mit reduziertem Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln. Das sind Praktiken einzelner Höfe, keine Regeln für alle Erzeuger. Dennoch zeigen sie, wie viel Sorgfalt in eine kleine Ernte fließt.
Was kostet sie?
Frische Yuki Usagi wird hauptsächlich in hochwertigen Geschenkboxen verkauft, und die Preise ändern sich je nach Saison, Güteklasse und Anbieter. Einen aktuellen Preis für frische Früchte konnten wir nicht verifizieren und haben daher keinen typischen Preis angegeben. Als ein geprüftes Beispiel, geprüft im Oktober 2026: Die gefrorene 2-kg-Packung eines Hofes in Karatsu wurde für eine Heimatsteuer-Spende von ¥16.000 angeboten. Das ist ein Spendenbetrag und kein Ladenpreis, und gefrorene Früchte unterscheiden sich von frischen Geschenkboxen.
Warum so viel Geld für eine Erdbeere? In Japan sind hochwertige Früchte ein beliebtes Geschenk zum Dank, zu Besuchen und zu saisonalen Grüßen, deshalb zählen Aussehen und Verpackung. Berühmte rote Erdbeeren wie Amaou folgen derselben Logik des Geschenkobstes.
Yuki Usagi im Vergleich zu anderen japanischen weißen Erdbeeren

Japans Sortenregister beschreibt jede Sorte nach demselben System. Das macht es zu einer fairen Grundlage, um blasse Erdbeeren nebeneinander zu vergleichen.
| Sorte | Registriert | Größe | Haut | Fruchtfleisch | Festigkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Yuki Usagi | 2014 | Extrem groß | Rosaweiß | Weiß | Mittel |
| Pearl White (Iroha-001) | 2015 | Mittel | Rosaweiß | Weiß | Fest |
| Hatsukoi no Kaori (Wada Hatsukoi) | 2009 | Hier nicht verglichen | Blassrot | Weiß | Leicht weich |
| Awayuki | 2013 | Etwas groß | Blassorange | Orangerot | Leicht fest |
Echte Früchte unterscheiden sich je nach Reife und Licht, betrachten Sie die Tabelle daher als Ausgangspunkt. Außerdem hat bisher keine Studie die Süße oder das Aroma dieser Beeren unter gleichen Bedingungen verglichen. Aus diesem Grund bringen wir sie nicht in eine Rangfolge.
Yuki Usagi im Vergleich zu Hatsukoi no Kaori
Hatsukoi no Kaori ist der Handelsname von Wada Hatsukoi, einer älteren weißen Erdbeere, die 2009 registriert wurde. Tatsächlich diente sie dem Register bei der Zulassung der Yuki Usagi als Vergleichssorte. Als wichtigsten Unterschied vermerkte es die Größe: Die Früchte der Yuki Usagi sind extrem groß.
Yuki Usagi im Vergleich zu Awayuki und Pearl White
Auf dem Papier unterscheidet sich Awayuki deutlich, mit blassorangefarbener Haut und orangerotem Fruchtfleisch. Pearl White aus Nara hat wie Yuki Usagi rosaweiße Haut und weißes Fruchtfleisch, doch ihre Früchte sind mittelgroß und fester. Zu Tenshi no Mi und anderen Namen, die Sie online sehen können, konnten wir die Registerangaben nicht bestätigen und haben sie deshalb weggelassen.
Wo kann man Yuki-Usagi-Erdbeeren kaufen?
In Japan sind die wichtigsten Bezugswege der Direktverkauf der Erzeuger, Online-Obsthändler und Heimatsteuer-Geschenke aus Karatsu. Da die Mengen klein sind und die meisten Früchte in Geschenkboxen wandern, ist sie in normalen Supermärkten kaum ein Standardprodukt. Weil die Mengen klein sind, ist der Bestand schnell ausverkauft und wechselt jede Saison. Prüfen Sie aktuelle Angebote, statt sich auf alte Händlerlisten zu verlassen. Konkrete Geschäfte in Karatsu, die sie jede Saison führen, konnten wir nicht bestätigen. Wenn Sie vor Ort sind, fragen Sie deshalb am besten dort nach oder sehen Sie zuerst auf den eigenen Seiten der Erzeuger nach.
Kann Yuki Usagi ins Ausland versandt werden?
Möglicherweise, aber das hängt vom Anbieter und vom Zielland ab. 2018 sagte ein Hof in Karatsu, die Beeren hätten Märkte wie Hongkong und Singapur erreicht. Frische Erdbeeren müssen jedoch die Pflanzenquarantäne- und Pestizidrückstandsvorschriften des jeweiligen Landes erfüllen. Japans Agrarforschungsbehörde NARO betont, vor jedem Export die aktuellen Vorschriften des Einfuhrlandes zu prüfen.
Pflanzen sind dagegen eine andere Sache. Japans Sortenregister verzeichnet für Yuki Usagi eine Exportbeschränkung, die sich auf Pflanzen und anderes Vermehrungsmaterial bezieht, nicht auf die Früchte, die man isst. Ebenso warnt das Landwirtschaftsministerium, dass der Anbau von Pflanzen einer eingetragenen Sorte ohne Erlaubnis des Rechteinhabers die Züchterrechte verletzt. Online verkaufte Samen können die eingetragene Sorte nicht zuverlässig reproduzieren, gehen Sie daher nicht davon aus, dass daraus echte Yuki-Usagi-Früchte entstehen.
Verbreitete Irrtümer über die Yuki Usagi

Mythos: Sie ist eine unreife rote Erdbeere.
Fakt: Sie ist eine eingetragene Sorte mit blassen Früchten und weißem Fruchtfleisch.
Mythos: Sie schmeckt wie ein Pfirsich.
Fakt: Händler vergleichen ihr Aroma mit Pfirsich; sie schmeckt dennoch nach Erdbeere.
Mythos: Ihre Haut ist rein weiß.
Fakt: Der offizielle Eintrag nennt sie rosaweiß, und im Frühling kann sie rosiger werden.
Mythos: Jede Beere wiegt 35 g.
Fakt: Etwa 35 g sind ein berichteter Durchschnitt; die Größe schwankt je nach Güteklasse und Ernte.
Schlussgedanken zur Yuki-Usagi-Erdbeere
Yuki Usagi ist eine kleine Geschichte aus Karatsu. Eine Handvoll Höfe baut eine eingetragene weiße Sorte mit extrem großen Früchten, weißem Fruchtfleisch und roten „Hasenaugen“-Kernen an. Ihre sanfte Süße und das pfirsichartige Aroma unterscheiden sie von säuerlichen roten Beeren, ihre Größe von den meisten anderen weißen Erdbeeren.
Wenn Sie zwischen Winter und Frühling in Kyushu sind, suchen Sie sie neben einer roten Erdbeere und probieren Sie beide zusammen. Während Ihres Aufenthalts in Saga lohnt sich auch ein Blick auf Saga-Rindfleisch und auf den regionalen Sake.
Häufige Fragen zur Yuki-Usagi-Erdbeere
Die Sorte und ihr Geschmack
- Was ist die Yuki-Usagi-Erdbeere?
-
Yuki Usagi ist eine japanische weiße Erdbeere, die in Karatsu in der Präfektur Saga angebaut wird. Japan hat sie 2014 als Sorte registriert. Die Frucht ist extrem groß, mit rosaweißer Haut, weißem Fruchtfleisch und roten Kernen.
- Ist Yuki Usagi von Natur aus weiß?
-
Ja, ihre blasse Farbe ist ein Merkmal der eingetragenen Sorte und kein Zeichen unreifer Früchte. Allerdings hat keine veröffentlichte Studie ihre Pigmente gemessen. Manche Früchte werden später in der Saison außerdem blassrosa.
- Ist Yuki Usagi eine Sorte oder ein Markenname?
-
Sie ist eine Sorte. Japans Pflanzensortenregister führt sie unter dem Namen Yuki Usagi, Registrierungsnummer 23750. Manche Beeren mit rosa Hauch aus der späteren Saison werden auch als Sakura Ichigo verkauft.
- Schmeckt Yuki Usagi nach Pfirsich?
-
Nicht genau. Händler vergleichen ihr Aroma mit Pfirsich, doch der Geschmack bleibt der einer Erdbeere. Erwarten Sie sanfte Süße und wenig Säure.
- Sind weiße Erdbeeren süßer als rote Erdbeeren?
-
Nicht unbedingt. Yuki Usagi wird als milder und säureärmer beschrieben, nicht als deutlich süßer. Ein Lebensmittelautor maß 7,7 bis 10,6 Grad Brix, hatte aber den Eindruck, das süße Aroma lasse sie süßer schmecken.
- Ist Yuki Usagi gentechnisch verändert?
-
Wir haben keinen Hinweis darauf gefunden, dass Yuki Usagi mithilfe von Gentechnik entwickelt wurde. Die verfügbaren Quellen beschreiben sie als konventionell gezüchtete Sorte, als Ergebnis natürlicher Kreuzung und Auslese, die 2014 in Japan registriert wurde. Der offizielle Registereintrag geht jedoch nicht ausdrücklich auf Züchtungsmethoden oder Gentechnik ein.
Saison, Kauf und Versand
- Wann hat Yuki Usagi Saison?
-
In der Regel von Winter bis Frühling. Ein Obstführer nennt ungefähr Dezember bis Mai, doch die Versandzeiten schwanken je nach Hof und Jahr. Gefrorene Beeren gibt es manchmal auch außerhalb der Saison.
- Wie sollten Yuki-Usagi-Erdbeeren gelagert werden?
-
Bewahren Sie sie gekühlt in ihrer gepolsterten Packung auf, in einer Plastiktüte. Spülen Sie sie erst kurz vor dem Essen vorsichtig ab. Essen Sie sie bald, und folgen Sie dem Etikett des Erzeugers, wenn es etwas anderes angibt.
- Können frische Yuki-Usagi-Erdbeeren ins Ausland versandt werden?
-
Das hängt vom Anbieter sowie von den Quarantäne- und Pestizidvorschriften des Ziellandes ab. Manche Früchte haben in der Vergangenheit ausländische Märkte erreicht. Der Export von Pflanzen ist eine andere Sache, und das Register beschränkt ihn.
Quellen
Offizielle und staatliche Quellen
- Ministry of Agriculture, Forestry and Fisheries (MAFF) – Datenbank zur Pflanzensortenregistrierung: Yuki Usagi (Abgerufen im Oktober 2026)
- Ministry of Agriculture, Forestry and Fisheries (MAFF) – Datenbank zur Pflanzensortenregistrierung: Iroha-001 (Pearl White) (Abgerufen im Oktober 2026)
- National Agriculture and Food Research Organization (NARO) – Handbuch zur Schädlingsbekämpfung beim Export frischer Erdbeeren (Abgerufen im Oktober 2026)
- Ministry of Agriculture, Forestry and Fisheries (MAFF) – Datenbank zur Pflanzensortenregistrierung: Awayuki (Abgerufen im Oktober 2026)
- Ministry of Agriculture, Forestry and Fisheries (MAFF) – Ist dieses Saatgut wirklich unbedenklich? Zur Verletzung von Züchterrechten (Abgerufen im Oktober 2026)
- Ministry of Agriculture, Forestry and Fisheries (MAFF) – Datenbank zur Pflanzensortenregistrierung: Wada Hatsukoi (Abgerufen im Oktober 2026)
Erzeuger-, Medien- und Ratgeberquellen
- Kudamono Navi – Yuki-Usagi-Erdbeere (Abgerufen im Oktober 2026)
- EDITORS SAGA – Ein Besuch bei der Yuki-Usagi-Ernte in Karatsu, Januar 2018 (Abgerufen im Oktober 2026)
- EDITORS SAGA – Schokolade mit Yuki Usagi aus Karatsu kommt in den Verkauf, Dezember 2017 (Abgerufen im Oktober 2026)
- Foodslink Food Encyclopedia – Yuki Usagi, weiße Erdbeere (Abgerufen im Oktober 2026)
- Furusato Choice – Stadt Karatsu: Gefrorene Yuki Usagi, 2 kg (Abgerufen im Oktober 2026)
- Pocket Marche – Erzeugerprofil Yamanaka Farm, Karatsu (Abgerufen im Oktober 2026)
Wissenschaftliche Forschung
- J-STAGE – Yoshida, Y., Koyama, N., & Tamura, H. (2002). Color and Anthocyanin Composition of Strawberry Fruit: Changes during Fruit Development and Differences among Cultivars. Journal of the Japanese Society for Horticultural Science, 71(3), 355–361 (Abgerufen im Oktober 2026)
Weitere Artikel
- Hatsukoi no Kaori (初恋の香り) (Stand der Erhebung: Oktober 2026)
- Awayuki-Erdbeeren (淡雪いちご) (Stand der Erhebung: Oktober 2026)
- Amaou-Erdbeere(あまおう): Japans König der Früchte (Stand der Erhebung: Oktober 2026)
- Yobuko Ika (呼子イカ) (Stand der Erhebung: Oktober 2026)
- Saga-Rindfleisch (佐賀牛) (Stand der Erhebung: Oktober 2026)
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