Kagoshima-Ramen (鹿児島ラーメン) ist die regionale Ramen-Variante der Präfektur Kagoshima am südlichen Ende der japanischen Insel Kyushu. Dieser Ratgeber beantwortet vier praktische Fragen: Wie schmeckt es, und wie unterscheidet es sich vom Hakata-Ramen? Wo kann man es essen, und wie lässt es sich zu Hause zubereiten?
Außerdem geht es um die Geschichte, die Preise und vier Lokale in der Stadt Kagoshima. Die Angaben haben wir im November 2026 geprüft.
Kurze Antwort
Kagoshima-Ramen ist eine regionale Variante des Tonkotsu-Ramen (Ramen mit Schweineknochenbrühe) aus dem Süden von Kyushu. Die Lokale kombinieren Schweineknochen häufig mit Hühnerknochen und Gemüse, deshalb fällt die Brühe in der Regel milder aus als beim Hakata-Ramen. Typisch sind weiche, gerade Nudeln, Gemüse als Belag sowie Tee und eingelegter Daikon (weißer Rettich), auch wenn die Rezepte von Lokal zu Lokal variieren.

Kagoshima-Ramen auf einen Blick
- Japanischer Name
- 鹿児島ラーメン (Kagoshima rāmen, gesprochen „kah-goh-shee-mah RAH-men“)
- Region
- Präfektur Kagoshima, Süden von Kyushu; die vier Lokale in diesem Ratgeber liegen in der Stadt Kagoshima
- Brühe
- Basis aus Schweineknochen, oft mit Gemüse und Hühnerknochen; klar oder halbtrüb
- Nudeln
- Gerade und weich gekocht; dünn bis dick
- Beläge
- Chashu, Bohnensprossen, Frühlingszwiebeln und Kohl
- Am Tisch
- Tee mit eingelegtem Daikon in vielen Lokalen
- Preis
- Etwa ¥900 bis ¥1.200 für die unten aufgeführten Schüsseln (Einträge im November 2026 geprüft)
Was ist Kagoshima-Ramen?

Unter Kagoshima-Ramen versteht man eine ganze Familie von Ramen mit Schweineknochenbrühe aus der Präfektur Kagoshima im Süden von Kyushu. Ein einheitliches Rezept gibt es nicht. Die Brühe basiert auf Schweineknochen, oft kommen Hühnerknochen und Gemüse dazu. Dazu gibt es gerade Nudeln, die weich gekocht werden. Bitte beachten Sie: Alle vier Lokale in diesem Ratgeber liegen in der Stadt Kagoshima, der Hauptstadt der Präfektur.
Eine typische Schüssel schmeckt milder als das dicke, cremige Tonkotsu, das viele Besucher aus Fukuoka kennen. Ein Tourismus-Eintrag beschreibt die Brühe bei Zabon Ramen Yojiro als leicht.
Laut einer japanischsprachigen Quelle stellen die Lokale Tare, die Würzbasis, oft mit der süßeren Sojasauce aus Kagoshima her. Dadurch können manche Schüsseln eine leichte Süße bekommen. Das haben wir nur in einer einzigen Quelle gefunden.
Was unterscheidet Kagoshima-Ramen von anderen Ramen?

Vier Merkmale unterscheiden diesen Stil häufig von anderen, auch wenn keines davon eine feste Regel ist:
- Eine milde Schweineknochenbrühe, oft mit Huhn und Gemüse gemischt
- Gerade Nudeln, die weich gekocht werden
- Gemüse als Belag, etwa Bohnensprossen und Kohl
- Tee und eingelegter Daikon, die in vielen Lokalen am Tisch gereicht werden
Woraus besteht die Brühe von Kagoshima-Ramen?
Die meisten Lokale beginnen mit Schweineknochen und lassen sie zu einer Brühe köcheln, die klar, hell oder halbtrüb aussieht. Manche geben außerdem Hühnerknochen und Gemüse dazu. Auch die frühen Lokale unterschieden sich: Noboruya soll Schweinefleisch zusammen mit Katsuobushi (getrockneten Bonitoflocken) gekocht haben.

Welche Nudeln gibt es bei Kagoshima-Ramen?
Die meisten Lokale verwenden gerade Nudeln und kochen sie weicher als viele andere regionale Varianten. Die Dicke reicht allerdings von dünn bis dick.

Typische Beläge von Kagoshima-Ramen
Als Fleisch gibt es in der Regel Chashu, dünne Scheiben von geschmortem oder gebratenem Schweinefleisch. Neben Chashu sind Bohnensprossen, Frühlingszwiebeln und Kohl üblich. Manche Schüsseln enthalten zusätzlich Kikurage, einen milden Pilz mit viel Biss, der auf Deutsch Judasohr heißt.
Manche Lokale machen ihr Chashu aus Schwarzschwein aus Kagoshima, aber nicht alle. Die Rasse kam vor etwa 400 Jahren von den Ryukyu-Inseln. Das Fleisch ist zart, weil die Muskelfasern fein sind. Süßkartoffeln im Futter erhöhen den Schmelzpunkt des Fetts, sodass es sich leichter anfühlt. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber zum Schwarzschwein aus Kagoshima.
Warum gibt es zu Kagoshima-Ramen eingelegten Daikon?

In vielen Lokalen in Kagoshima bekommt man eingelegten Daikon und Tee, sobald man Platz genommen hat, sodass man etwas knabbern kann, während das Ramen gekocht wird. Eine japanischsprachige Quelle beschreibt diese Gewohnheit und führt sie auf Noboruya zurück. Eine zweite Quelle haben wir nicht gefunden, deshalb ist der Ursprung nicht bestätigt. Bei dem Eingelegten kann es sich um Takuan handeln, einen gelben eingelegten Daikon, der in ganz Japan üblich ist.
Allerdings gibt es das nicht in jedem Lokal.
Geschichte des Kagoshima-Ramen

Kagoshima-Ramen entstand nach dem Zweiten Weltkrieg in der Stadt Kagoshima, als unabhängige Lokale mit den Rezepten verschiedener Köche eröffneten.
Noboruya (のぼる屋) eröffnete 1947. Zwei Quellen, darunter ein Nachrichtenartikel von 2012, bezeichnen es als das älteste Ramen-Lokal der Stadt. Die Gründerin Tsuna Michioka (道岡ツナ) soll vor dem Krieg als Krankenschwester in Yokohama gearbeitet haben. Beide Quellen berichten außerdem, dass ihr ein chinesischer Patient aus Dankbarkeit für ihre Pflege das Ramen-Kochen beigebracht habe.
Komurasaki (こむらさき) folgte 1950, laut der offiziellen Website des Lokals. Eine japanischsprachige Quelle gibt an, das Lokal sei von Fumi Hashiguchi (橋口フミ) zusammen mit einem taiwanischen Koch gegründet worden. Der Inhaber in zweiter Generation soll dem widersprechen.
Chinesische und taiwanische Einflüsse sollen beide frühen Lokale geprägt haben. Ein japanischsprachiger Eintrag erwähnt eine weit verbreitete Behauptung: Kagoshima-Ramen sei der einzige Stil auf Kyushu, den das Kurume-Ramen nicht beeinflusst habe. Andere Seiten wiederholen das, doch wir haben keinen Beleg dafür gefunden, deshalb sollte man es als lokale Überlieferung behandeln. Eine hübsche Geschichte, aber wir können nicht dafür bürgen.
Die Quellen nennen unterschiedliche Daten für die frühesten Lokale. Ein Tourismus-Eintrag gibt an, das Ramen bei Zabon sei seit 1946 unverändert geblieben. Laut einer japanischsprachigen Quelle schloss Noboruya 2013, und der Inhaber starb 2014. Weiter heißt es dort, Stammgäste hätten das Lokal 2016 wiederbelebt, doch später habe es erneut geschlossen. Einen aktuellen Standort konnten wir nicht bestätigen, deshalb taucht es hier nur als Geschichte auf. Schade, denn es ist eine schöne Geschichte.
Wegen dieser unterschiedlichen Ursprünge gibt es keine feste Formel für den Stil. Jedes Lokal hat seine eigene Version entwickelt. So können zwei Schüsseln in derselben Stadt ganz unterschiedlich aussehen. Genau das macht für uns einen Teil des Spaßes aus.
Kagoshima-Ramen und Hakata-Ramen im Vergleich

Kagoshima-Ramen ist in der Regel milder und weicher als Hakata-Ramen. In Hakata servieren die Lokale eine undurchsichtige, milchig-weiße Brühe aus emulgiertem Schweinefett und Gelatine mit sehr dünnen Nudeln. Die Schüsseln aus Kagoshima reichen von klar bis halbtrüb und enthalten häufig Kohl und Bohnensprossen.
In Hakata wählen die Gäste außerdem die Festigkeit der Nudeln, von futsu (normal) bis barikata (sehr fest). Viele bestellen danach Kaedama, einen Nachschlag Nudeln. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber zum Hakata-Ramen.
| Merkmal | Kagoshima-Ramen | Hakata-Ramen |
|---|---|---|
| Brühe | Basis aus Schweineknochen, oft mit Gemüse und Hühnerknochen; klar bis halbtrüb | Undurchsichtige, milchig-weiße Schweineknochenbrühe mit schweinebetontem Geschmack |
| Nudeln | Weich und gerade; Dicke je nach Lokal unterschiedlich | Sehr dünn und gerade; die Gäste wählen die Festigkeit |
| Beläge | Kohl, Bohnensprossen und Frühlingszwiebeln sind üblich | Chashu und gehackte Frühlingszwiebeln; Judasohr, Nori oder mariniertes Ei wahlweise |
| Am Tisch | Eingelegter Daikon und Tee in vielen Lokalen | Scharfer Senfkohl, rot eingelegter Ingwer, gemahlener Sesam, Pfeffer und oft Knoblauch |
Kagoshima-Ramen und Hakata-Ramen im Vergleich nach Brühe, Nudeln, Belägen und Zutaten am Tisch. Es handelt sich nur um allgemeine Tendenzen, denn die einzelnen Lokale unterscheiden sich in beiden Städten.
Hakata ist allerdings nur ein Nachbar. Die nächste Tabelle ergänzt zwei weitere Stile aus Kyushu.
Kagoshima-Ramen im Vergleich zu anderen Ramen-Stilen aus Kyushu
Kurume-Ramen, oft als Wiege des Tonkotsu bezeichnet, kann je nach Lokal gehaltvoll oder recht leicht schmecken. Kumamoto-Ramen setzt auf eine mildere Mischung aus Schwein und Huhn.
| Stil | Brühe | Nudeln | Besondere Extras |
|---|---|---|---|
| Kagoshima | Milde Schweineknochenbrühe, oft mit Huhn und Gemüse; klar bis halbtrüb | Gerade, weich; dünn bis dick | Tee und eingelegter Daikon in vielen Lokalen |
| Hakata | Undurchsichtige, milchig-weiße Schweineknochenbrühe | Sehr dünn, gerade; Festigkeit wählbar; Kaedama-Nachschlag | Senfkohl, rot eingelegter Ingwer und Sesam am Tisch |
| Kurume | Schweineknochen; gehaltvoll oder recht leicht, je nach Lokal | Etwas dicker als bei Hakata, mittelfest | Knusprig frittierte Schweinefettstückchen; weißer Pfeffer am Tisch |
| Kumamoto | Schweine- und Hühnerknochen; cremig, trüb, weniger fettig | Mitteldick, gerade, mit Biss | Mayu (schwarzes Knoblauchöl) und geröstete Knoblauchchips |
Vier Ramen-Stile aus Kyushu im Vergleich nach Brühe, Nudeln und besonderen Extras. Auch das sind nur allgemeine Tendenzen, die auf unseren Ratgebern zu den Regionen beruhen.
Für einen breiteren Überblick lesen Sie unseren Ratgeber zu den japanischen Ramen-Stilen sowie unseren Überblick über Tonkotsu-Ramen.
Rezept für Kagoshima-Ramen (Adaption für zu Hause)

Vorab: Dies ist eine Adaption für zu Hause und kopiert kein Rezept eines Lokals. Dennoch spiegeln die Basis aus Schwein und Huhn, das Gemüse, die weichen Nudeln sowie Tee und eingelegtes Gemüse dazu den Kagoshima-Stil wider.
Die pürierte Schweinehaut und der Apfel sind dagegen unsere eigenen Zutaten. Kombu und getrocknete Shiitake tauchen in manchen Beschreibungen auf, doch wir haben sie in bestimmten Lokalen nicht überprüft. Außerdem haben wir das Rezept so angelegt, dass die Brühe direkt im Topf gewürzt wird, statt mit einer separaten Würzbasis (Tare). Das hält die Zubereitung zu Hause einfacher, wir behaupten aber nicht, dass die Lokale es so machen.
Rezept auf einen Blick
Portionen: 2 Schüsseln plus Brühe für etwa 6 weitere. Menge: etwa 3 Liter (3,2 Quarts), genug für rund acht Schüsseln zu je etwa 350 ml. Vorbereitung: etwa 20 Minuten; aktive Zeit: etwa 40 Minuten; Köcheln: 4 Stunden; insgesamt: etwa 5 Stunden. Ausrüstung: ein Suppentopf mit etwa 12 Litern (3 Gallonen) Fassungsvermögen oder größer, ein feines Sieb und ein Stabmixer.
Zutaten für Kagoshima-Ramen
| Brühe | Menge |
|---|---|
| Schweinefüße | 2.000 g (4,4 lb) |
| Hühnerkarkassen (Knochengerüst) | 1.000 g (2,2 lb) |
| Kombu (Kelp), geschnitten | 26 g (0,9 oz) |
| Grüner Teil der Frühlingszwiebel | 10 g (0,4 oz) |
| Kohl | 50 g (1,8 oz) |
| Zwiebel | 15 g (0,5 oz) |
| Apfel | 20 g (0,7 oz) |
| Karotte | 30 g (1,1 oz) |
| Knoblauch | 5 g (0,2 oz) |
| Ingwer | 15 g (0,5 oz) |
| Getrocknete Shiitake-Pilze | 85 g (3 oz) |
| Sake, Mirin und Salz | Nach Geschmack |
| Wasser | So viel, dass die Knochen bedeckt sind; mindestens 3 Liter fertige Brühe |
Zutaten der Brühe für den vollen Ansatz von etwa 3 Litern.
Für den halben Ansatz halbieren Sie alle Zutaten der Brühe. Das heißt: 1.000 g Schweinefüße, 500 g Hühnerkarkassen, 13 g Kombu und 5 g grüne Teile der Frühlingszwiebel. Dazu kommen 25 g Kohl, 7,5 g Zwiebel, 10 g Apfel, 15 g Karotte und 2,5 g Knoblauch. Außerdem brauchen Sie 7,5 g Ingwer und 42,5 g getrocknete Shiitake. So erhalten Sie etwa 1,5 Liter, also rund vier Schüsseln.
Unser Vorschlag für den Anfang: je 2 Esslöffel Sake und Mirin pro Liter Wasser. Geben Sie am Ende nach und nach Salz dazu, zu Beginn etwa 1 Teelöffel pro Liter, und passen Sie die Menge beim Abschmecken an.
| Nudeln und Beläge für 2 Schüsseln | Menge |
|---|---|
| Ramen-Nudeln | 2 Portionen (1 pro Schüssel), nach Packungsanleitung gekocht |
| Heiße gewürzte Brühe | Etwa 700 ml (etwa 350 ml pro Schüssel) |
| Chashu vom Schwein | Dünn geschnitten, nach Geschmack |
| Judasohr-Pilze (Kikurage) | Nach Geschmack |
| Bohnensprossen | Nach Geschmack |
| Frühlingszwiebeln | Gehackt, nach Geschmack |
| Gerösteter Knoblauch in Öl | Nach Geschmack |
Mengen zum Anrichten für zwei Schüsseln.
So machen Sie Kagoshima-Ramen
Bedecken Sie zuerst die Schweinefüße und die Hühnerkarkassen im Suppentopf mit Wasser. Lassen Sie alles kurz aufkochen und schöpfen Sie den Schaum ab. Gießen Sie die Knochen anschließend ab und spülen Sie sie ab.
Geben Sie die Knochen zurück in den sauberen Topf. Fügen Sie dann die grünen Teile der Frühlingszwiebel, Zwiebel, Kohl, Apfel, Karotte, Knoblauch, Ingwer, Kombu, getrocknete Shiitake, Sake und Mirin hinzu. Bedecken Sie alles mit Wasser, setzen Sie einen schweren Deckel auf und bringen Sie es zum Kochen. Sobald es kocht, reduzieren Sie die Hitze und lassen Sie es vier Stunden sanft köcheln.
Gießen Sie die Flüssigkeit dann durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf und stellen Sie die Knochen beiseite. Füllen Sie mit Wasser auf, bis Sie 3 Liter (3,2 Quarts) haben. Bringen Sie die Brühe wieder zum Kochen und schalten Sie dann auf leises Köcheln zurück.
Sobald die Schweinefüße so weit abgekühlt sind, dass man sie anfassen kann, schaben Sie die weiche Haut und das Fett ab. Pürieren Sie beides mit einer Kelle Brühe in einem hohen, hitzebeständigen Gefäß, damit keine heiße Flüssigkeit herausspritzen kann. Rühren Sie das Püree dann in den Topf und geben Sie nach und nach Salz dazu. Schmecken Sie dabei laufend ab.
Kochen Sie die Nudeln nach Packungsanleitung weich und gießen Sie sie gut ab. Schneiden Sie währenddessen das Chashu dünn auf, hacken Sie die Frühlingszwiebeln und legen Sie die übrigen Beläge bereit.
Geben Sie zum Schluss je eine Portion Nudeln in jede vorgewärmte Schüssel und füllen Sie mit einer Kelle etwa 350 ml heiße Brühe darüber. Fügen Sie die Beläge hinzu und servieren Sie sofort, auf Wunsch mit eingelegtem Daikon und Tee.
Hinweise zu Lebensmittelsicherheit, Aufbewahrung und Servieren
Lebensmittelsicherheit und Aufbewahrung
Lassen Sie die Brühe nur sanft köcheln und kontrollieren Sie den Topf regelmäßig. Schöpfen Sie etwas Brühe ab, bevor Sie einen vollen, heißen Topf bewegen. Halten Sie rohe Knochen von verzehrfertigen Belägen fern. Kühlen Sie Reste schnell in kleineren Behältern ab und stellen Sie sie innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank. Verbrauchen Sie sie innerhalb von 3 bis 4 Tagen oder frieren Sie sie ein, und erhitzen Sie sie vor dem Servieren bis zum vollen Aufkochen.
Die Brühe kann recht leicht und etwas trüb ausfallen. Gekühlt kann sie durch die Gelatine geleeartig fest werden, beim Erhitzen schmilzt sie wieder.
Probleme und Ersatzzutaten
- Zu schwach: ohne Deckel einkochen lassen und danach erneut würzen.
- Zu fettig: die Brühe abkühlen lassen und das feste Fett abheben.
- Zu starker Schweinegeruch: beim nächsten Mal die Knochen vor dem Köcheln gründlicher blanchieren und abspülen.
- Zu salzig: mit heißem Wasser oder ungesalzener Brühe verdünnen, bis es passt.
- Falls Sie keine Schweinefüße finden, verwenden Sie Schweinenacken- oder Rückenknochen.
- Statt der Hühnerkarkassen können Sie Hühnerflügel oder Hühnerrücken verwenden.
- Auch alle anderen frischen, dünnen Ramen-Nudeln eignen sich.
Was kostet Kagoshima-Ramen?
Die unten aufgeführten Schüsseln kosteten etwa ¥900 bis ¥1.200, als wir die Einträge der Lokale im November 2026 geprüft haben. Große Portionen können allerdings mehr kosten.

| Lokal | Schüssel | Angegebener Preis | Steuer |
|---|---|---|---|
| Garufu Tenmonkan Honten | Original-Ramen | ¥900 | Nicht angegeben |
| Garufu Tenmonkan Honten | Ramen mit gegrilltem Chashu | ¥1.200 | Nicht angegeben |
| Menya Batten Oyaji | Tonkotsu-Ramen | ¥1.000 | Inklusive |
| Menya Batten Oyaji | Garnelen-Tonkotsu-Ramen | ¥1.170 | Inklusive |
| Zabon Ramen Yojiro | Mittagessen | Etwa ¥1.000 oder weniger | Nicht angegeben |
Preise in drei Lokalen in der Stadt Kagoshima, aus Einträgen, die wir im November 2026 geprüft haben. Bei Zabon handelt es sich um einen Mittagspreis. Für Komurasaki sind in unseren Quellen keine Preise für einzelne Schüsseln aufgeführt, und Preise können sich ändern.
Wo man in der Stadt Kagoshima Kagoshima-Ramen essen kann
Beginnen Sie in Tenmonkan, dem Gastronomieviertel im Zentrum der Stadt Kagoshima, denn Komurasaki und Garufu liegen dort im selben Viertel. Für eine andere Schüssel kommen dann Menya Batten Oyaji oder Zabon Ramen Yojiro dazu. Alle vier Lokale liegen in der Stadt und können daher nicht die ganze Präfektur repräsentieren.
Komurasaki bietet Geschichte, Garufu leichte Erreichbarkeit und späte Öffnungszeiten, Menya Batten Oyaji Stellplätze und Zabon eine leichte Brühe. Den Online-Eintrag jedes Lokals haben wir im November 2026 geprüft. Öffnungszeiten und Preise ändern sich jedoch. Bitte prüfen Sie beides vor dem Besuch.
Empfehlung für die erste Schüssel
Neu bei Tonkotsu? Nach der Speisekarte zu urteilen, bietet sich das schlichte Tonkotsu-Ramen von Menya Batten Oyaji an. Auch das Original-Ramen von Garufu ist ein einfacher Einstieg.
Komurasaki Tenmonkan (こむらさき 天文館店)
Komurasaki führt seine Geschichte auf das Jahr 1950 zurück. Außerdem stellt das Lokal Schwarzschwein aus Kagoshima und viel Kohl in seinen Sets mit frischem Ramen heraus.
Garufu Tenmonkan Honten (鹿児島ラーメン 我流風 天文館本店)
Einträge datieren die Gründung von Garufu auf 1972. Auf Japanisch bedeutet aburi „über der Flamme angebraten“. Garufu hat freitags, samstags und in der Nacht vor einem Feiertag bis Mitternacht geöffnet.
Menya Batten Oyaji (麺屋ばってん 親父)
Das Lokal liegt außerhalb von Tenmonkan, hat aber neun eigene Stellplätze. Es kann früher schließen, wenn die Zutaten ausgehen.
Zabon Ramen Yojiro (ざぼんらーめん 与次郎店)
Ein Tourismus-Eintrag gibt an, das Ramen bei Zabon sei seit 1946 unverändert geblieben. Eine Mini-Portion ist erhältlich, und das Lokal hat auch Parkmöglichkeiten.
Welches Viertel als Ausgangspunkt?
Tenmonkan ist der einfachste Ausgangspunkt, denn Komurasaki und Garufu liegen im selben Viertel Higashisengokucho. Menya Batten Oyaji und Zabon liegen außerhalb der Innenstadt. Planen Sie dafür eine Fahrt mit Straßenbahn, Bus oder Auto ein.
Kann man Kagoshima-Ramen online kaufen?
Ja, im offiziellen Onlineshop von Komurasaki gibt es Sets mit frischem Ramen, mit oder ohne Gemüse. Im November 2026 kostete eine Portion mit Gemüse ¥1.100, eine Portion ohne Gemüse dagegen ¥1.000, jeweils inklusive Steuer. Aufgeführt sind Sets mit bis zu 10 Portionen, und der Leitfaden des Shops erklärt die Versandkosten je nach Region in Japan. Bitte fragen Sie beim Lokal nach, ob es auch ins Ausland versendet.
Essen, Bestellen und Hinweise zur Ernährung

So isst man Kagoshima-Ramen
Drei einfache Schritte
- Probieren Sie zuerst die Brühe, bevor Sie etwas hinzufügen.
- Essen Sie das Eingelegte beim Warten und nutzen Sie es danach zwischen den Bissen als Gaumenreiniger.
- Trinken Sie den Tee, falls er angeboten wird, und essen Sie die Nudeln zügig, denn weiche Nudeln werden immer weicher.
So bestellen Sie
Diese beiden Sätze genügen für die meisten Besuche. Für eine große Portion bitten Sie um ōmori (大盛り).
ラーメンを一つお願いします。Rāmen o hitotsu onegai shimasu.Einmal Ramen, bitte.
麺は硬めにできますか?Men wa katame ni dekimasu ka?Kann ich die Nudeln bissfest bekommen?
Welche Festigkeitsstufen es gibt, ist von Lokal zu Lokal verschieden und folgt womöglich nicht den Gepflogenheiten des Hakata-Stils. Normale Schüsseln sind in der Regel mild.
Hinweise zu vegetarischer Ernährung, Halal und Allergenen
Normales Kagoshima-Ramen ist nicht vegetarisch, denn die Brühe besteht aus Schweineknochen und die meisten Schüsseln sind mit Chashu belegt. Aus demselben Grund sind normale Schüsseln auch nicht halal. Das würde sich nur durch die eigene Zertifizierung eines Lokals ändern.
Häufige Allergene, nach denen man fragen sollte
- Neben Schwein und Huhn können Weizen, Soja, Sesam, Fisch, Schalentiere und Ei enthalten sein. Die Rezepte unterscheiden sich außerdem von Lokal zu Lokal.
- Fragen Sie das Personal, was in einer Schüssel steckt, und bei einer ernsten Allergie auch nach gemeinsam genutzten Töpfen und Kreuzkontamination.
Ist Kagoshima-Ramen einen Versuch wert?

Ja, besonders wenn Sie eine mildere Variante von Tonkotsu, weichere Nudeln und viel Gemüse mögen. Wenn Sie Zeit haben, probieren Sie zwei Lokale, denn der Vergleich zeigt, wie breit dieser Stil gefächert ist.
Ihr nächster Schritt: Suchen Sie sich ein Lokal in Tenmonkan für die erste Schüssel aus oder heben Sie sich das Rezept für ein Wochenende auf. Um zu sehen, wie sich das Ramen im Vergleich zu seinen Nachbarn schlägt, lesen Sie anschließend unsere Ratgeber zum Kurume-Ramen und zum Tonkotsu-Ramen.
Häufige Fragen zu Kagoshima-Ramen
- Was ist Kagoshima-Ramen?
-
Kagoshima-Ramen ist die regionale Ramen-Variante der Präfektur Kagoshima im Süden von Kyushu. Die Brühe basiert auf Schweineknochen, oft kommen Gemüse und Hühnerknochen dazu; serviert wird es mit weichen, geraden Nudeln.
- Wie unterscheidet es sich vom Hakata-Ramen?
-
Der Stil ist in der Regel milder. In Hakata gibt es eine undurchsichtige, milchig-weiße Brühe mit sehr dünnen Nudeln. Die Schüsseln aus Kagoshima haben weiche Nudeln und enthalten häufig Kohl und Bohnensprossen.
- Warum gibt es dazu eingelegten Daikon?
-
In vielen Lokalen in Kagoshima bekommt man beim Hinsetzen eingelegten Daikon, manchmal Takuan, zusammen mit Tee. Man knabbert daran, bis die Schüssel fertig ist; der Ursprung ist allerdings nicht bestätigt.
- Was kostet Kagoshima-Ramen?
-
Rechnen Sie in der Regel mit etwa ¥900 bis ¥1.200 für die von uns aufgeführten Schüsseln, gestützt auf die Einträge, die wir im November 2026 geprüft haben. Große Portionen können mehr kosten, und Preise können sich ändern.
- Wo sollten Erstbesucher es probieren?
-
Beginnen Sie in Tenmonkan, dem Gastronomieviertel im Zentrum der Stadt Kagoshima, denn Komurasaki und Garufu liegen im selben Viertel. Garufu hat außerdem freitags, samstags und in der Nacht vor Feiertagen bis Mitternacht geöffnet.
- Kann ich Kagoshima-Ramen zu Hause machen?
-
Ja, es braucht aber Zeit und einen großen Suppentopf. In unserer Adaption für zu Hause werden Schweinefüße, Hühnerkarkassen und Gemüse vier Stunden geköchelt; das ergibt etwa 3 Liter Brühe.
- Können Vegetarier es essen?
-
Nein, nicht in der üblichen Form, denn die Brühe beginnt mit Schweineknochen und obenauf liegt Chashu. Gäste, die halal essen, haben dasselbe Problem, sofern das Lokal nicht über eine eigene Zertifizierung verfügt.
- Wird es immer mit Schwarzschwein aus Kagoshima gemacht?
-
Nein, nur manche Lokale verwenden Schwarzschwein aus Kagoshima für ihr Chashu. Fragen Sie das Personal, wenn Ihnen die Rasse wichtig ist.
Quellen
Alle 10 Quellen anzeigen
- Komurasaki – Offizielle Website – abgerufen im November 2026
- Komurasaki – Onlineshop für frisches Ramen – abgerufen im November 2026
- Tabelog – Garufu Tenmonkan Honten – abgerufen im November 2026
- Menya Batten Oyaji – Offizielle Seite – abgerufen im November 2026
- Gurunavi – Speisekarte von Menya Batten Oyaji – abgerufen im November 2026
- Kagoshima Yokanavi – Zabon Ramen Yojiro – abgerufen im November 2026
- Präfektur Kagoshima – Schwarzschwein aus Kagoshima – abgerufen im November 2026
- Wikipedia (japanisch) – Kagoshima-Ramen – abgerufen im November 2026
- Mynavi News – Geschichte des Kagoshima-Ramen (2012) – abgerufen im November 2026
- USDA FSIS – Reste und Lebensmittelsicherheit – abgerufen im November 2026





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